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	<title>Bürgerbegehren „Welterbe erhalten – Elbtunnel bauen“</title>
	<link>http://www.elbtunnel-dresden.de</link>
	<description>Homepage des Vereins „Bürgerbegehren Tunnelalternative am Waldschlößchen e.V.“</description>
	<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 08:21:05 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Wir sind umgezogen!</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 21:01:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leserinnen und Leser,
die Website elbtunnel-dresden.de entstand im Vorfeld des B&#252;rgerbegehrens zur Tunnel-Alternative. Dresden hat zu diesem Themenfeld, das nicht nur Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke und Welterbe umfasst, lebendige und zuweilen hitzige Debatten erlebt. Die Website elbtunnel-dresden.de wurde ein wichtiger Teil der Willensbildung in einer jungen st&#228;dtischen Demokratie. Das zeigen fast 300.000 Zugriffe (mit manchmal bis zu 1.000 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserinnen und Leser,</p>
<p>die Website elbtunnel-dresden.de entstand im Vorfeld des B&#252;rgerbegehrens zur Tunnel-Alternative. Dresden hat zu diesem Themenfeld, das nicht nur Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke und Welterbe umfasst, lebendige und zuweilen hitzige Debatten erlebt. Die Website elbtunnel-dresden.de wurde ein wichtiger Teil der Willensbildung in einer jungen st&#228;dtischen Demokratie. Das zeigen fast 300.000 Zugriffe (mit manchmal bis zu 1.000 Besuchern am Tag) genauso wie die R&#252;ckmeldungen an unsere Autoren und der Umstand, dass nicht wenige unserer Argumente Eingang in regionale und &#252;berregionale Medien gefunden haben.</p>
<p>Die Diskussion wird trotz der erlebten Entt&#228;uschungen bis heute vor allem deshalb so hartn&#228;ckig gef&#252;hrt, weil es eine Wertedebatte ist. An der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke hatte sie sich entz&#252;ndet – die eigentlichen Ursachen liegen jedoch tiefer: Es ist nicht zuletzt das Unbehagen, mit dem viele Dresdner den radikalen Umbau ihrer Heimatstadt in eine gesichtslose und autogerechte Einkaufsmetropole verfolgen. An vielen alten und neuen kommunalen Konflikten und Baustellen wird der erlebte Mangel an Mitgestaltungsm&#246;glichkeiten deutlich.</p>
<p>Das ist der Anlass f&#252;r unseren Umzug. Wir m&#246;chten dieser Wertediskussion eine neue Plattform geben. Sie soll die Themenfelder Stadtentwicklung, Verkehr und Kommunalpolitik erfassen – und das ist nun einmal mehr als „Elbtunnel-Dresden“. Damit k&#252;nftig auch das draufsteht, was tats&#228;chlich drin ist, haben wir f&#252;r unsere neue Website den Namen</p>
<p align="center"><a target="_blank" href="http://quo-vadis-dresden.de">quo-vadis-dresden.de</a></p>
<p>gew&#228;hlt.</p>
<p>Alle Beteiligten an diesem Portal arbeiten ehrenamtlich. Wir hoffen dennoch, dass es gelingt, auf aktuelle Entwicklungen schnell und in der gewohnten Qualit&#228;t zu reagieren. Vieles wird davon abh&#228;ngen, wie gerade Sie als Leser unsere Arbeit unterst&#252;tzen. Wir freuen uns auf Ihre Ideen, Anregungen und muntere Kritik.</p>
<p>Herzlichst, </p>
<p>Ihre Redaktion</p>
<hr class="nextpage" /><em>Hinweis:</em> Die Website elbtunnel-dresden.de bleibt unver&#228;ndert als Homepage des Vereins „B&#252;rgerbegehren Tunnelalternative am Waldschl&#246;&#223;chen e.V.“ bestehen. Sie wird k&#252;nftig ausschlie&#223;lich f&#252;r die Ver&#246;ffentlichung von Informationen genutzt, welche unmittelbar den Verein betreffen. Diese Informationen werden parallel immer auch auf der neuen Website ver&#246;ffentlicht, so dass die Leser auf quo-vadis-dresden.de umsteigen k&#246;nnen, ohne dass ihnen etwas entgeht.</p>
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		<title>Was kostet der Frieden?</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2010/03/31/was-kostet-der-frieden/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 20:02:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[von Johannes Hellmich
Alles Vorhaben hat seine Stunde. Wer noch immer die Blogs der Welterbebewegung besucht, findet veraltete Termine, letzte Aufrufe, verlassene Stellungen. Die Zeit f&#252;r Versuche, im Dresdner Welterbekonflikt eine kritische Gegen&#246;ffentlichkeit zu etablieren, scheint vor&#252;ber. Das erstaunt, weil gerade die j&#252;ngere Vergangenheit reichlich Stoff bietet f&#252;r Auseinandersetzungen mit einer desorientierten Landesregierung und ihrer Zweigstelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">von <span class="autor">Johannes Hellmich</span></p>
<p>Alles Vorhaben hat seine Stunde. Wer noch immer die Blogs der Welterbebewegung besucht, findet veraltete Termine, letzte Aufrufe, verlassene Stellungen. Die Zeit f&#252;r Versuche, im Dresdner Welterbekonflikt eine kritische Gegen&#246;ffentlichkeit zu etablieren, scheint vor&#252;ber. Das erstaunt, weil gerade die j&#252;ngere Vergangenheit reichlich Stoff bietet f&#252;r Auseinandersetzungen mit einer desorientierten Landesregierung und ihrer Zweigstelle im Dresdner Rathaus.</p>
<p>Aber trotz oder erst recht wegen sich &#252;berst&#252;rzender Meldungen aus dem pl&#246;tzlich klammen Sachsenbetrieb: Das Scheitern eines auf prestigetr&#228;chtige Gro&#223;projekte gerichteten Willens zur Macht, der von Beginn an routiniertes Abgreifen von F&#246;rdermitteln mit Politik verwechselte, bleibt ohne ernstzunehmende Reflexion. Mehr noch als die Schwierigkeit, strukturelle Defizite von unausweichlichen Wirkungen der Gro&#223;wetterlage zu unterscheiden, f&#252;hrt bei vielen nun doch eine lange bek&#228;mpfte Resignation zu v&#246;lliger Sprachlosigkeit. Verstummen ist f&#252;r manchen B&#252;rger letzte und w&#252;rdigste Protestform in einem ungleichen Kampf geworden.</p>
<p><em><a target="_blank" href="http://www.die-bibel.de/nc/online-bibeln/luther-bibel-1984/lesen-im-bibeltext/bibelstelle/pred3,7">Schweigen hat seine Zeit.</a></em></p>
<p>Das Cocooning der Verst&#228;ndigen begleitet alle Restaurationsphasen. Abkehr von &#214;ffentlichkeit kann zu innerer Sammlung und Neuorientierung f&#252;hren. Sie birgt gleichwohl die Gefahr einer biedermeierlichen Ver&#246;dung; besonders im beschaulichen Rest des Elbtals. Die Bilanz ist erschreckend genug: Dem durchgesetzten Werteverlust, der Br&#252;skierung einer kulturell interessierten Weltgemeinschaft, dem Ringen zahlloser Dresdner um gewachsene kulturelle Identit&#228;t einer lebenswerten Stadt, der verweigerten Mitgestaltung eines oft verst&#246;renden Transformationsprozesses und schlie&#223;lich den zerst&#246;rten Elbwiesen steht kein Gewinn gegen&#252;ber.</p>
<p>Wer genau hinh&#246;rt, merkt aber: Geschwiegen wird allenthalben. Schon halten die M&#228;chtigen das gesammelte Schweigen f&#252;r Vers&#246;hnung, schon gilt gemeinsamer, selbstverst&#228;ndlichster Protest gegen Geschichtsrevisionismus als Indiz neuer Dresdner Harmonie. Dieser behauptete Frieden ist kein Zufall. Die Union l&#228;sst ihn sich, aber auch uns, einiges kosten. Wo immer man Zentren des bildungsb&#252;rgerlichen Widerstandes der letzten Jahre vermutet, gibt es nun Segnungen unterschiedlichster Art. Auch hier werden Priorit&#228;ten gesetzt, verr&#228;t die Vorgehensweise professionellen PR-Support.</p>
<p>Besonders augenf&#228;llig wird das im Verh&#228;ltnis zwischen Sachsenunion und einer noch immer starken evangelischen Landeskirche, das im Sonntagsstreit 2009 seinen vorl&#228;ufigen Tiefpunkt fand. W&#228;hrend Landesbischof Bohl im linken Spektrum noch um Unterst&#252;tzung f&#252;r die Rettung des Advents werben lie&#223;, war ihm die erreichte Nulll&#246;sung dann pl&#246;tzlich offenbar unangenehm. <a target="_blank" href="http://nachrichten.lvz-online.de/nachrichten/topthema/bischof-ruft-zu-widerstand-gegen-neue-nazis-auf/r-topthema-a-15590.html">Im Vorfeld des 13. Februar</a>, f&#252;r den er sich brav neben der Oberb&#252;rgermeisterin f&#252;r eine Plakataktion der Stadt ablichten lie&#223;, sprach er nach der obligatorischen Verurteilung rechtsextremen Gedankenguts mit Verweis auf Sahra Wagenknecht <a target="_blank" href="http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/651.erklaerung-zur-rede-von-shimon-peres-im-bundestag-am-27-januar-2010.html">wider besseres Wissen</a> von linksextremistischem Antisemitismus. Wer die Subtextualisierung lutherischer Verlautbarungen kennt, musste darin eine Anbiederung an genau jene Kr&#228;fte der selbsternannten Mitte erkennen, die ihm bis dato die kalte Schulter zeigten. Der Schwenk hat sich gelohnt: Au&#223;ergew&#246;hnlich gro&#223;z&#252;gig wird trotz leerer Kassen seitens des Landes und der Stadt ein Kirchentag unterst&#252;tzt, der Dresden von seiner wertebewussten Seite pr&#228;sentieren wird. Ein gescheitertes Weltkulturforum reicht als Mahnung offenbar nicht. Und wird Landesbischof Bohl wieder energisch protestieren, wenn eine schwarz-gelbe Mehrheit im Sommer den Sonntagsbeschluss des Stadtrates kassiert?</p>
<p>Aber auch die UNESCO wird auf bescheidenem Niveau umarmt: Eine V&#246;lkerrechtlerin, die <a target="_blank" href="http://www.welterbe-dresdner-elbtal.de/downloads/posse.pdf">noch 2006 in scharfer Form</a> die Ignoranz der s&#228;chsischen Regierung in der Welterbefrage gei&#223;elte, geh&#246;rt ihr jetzt selbst an und meint mit der Verpflichtung eines Stardirigenten die beleidigte Dresdner Hochkultur befriedet zu haben. Sabine von Schorlemer ist seit 2004 (Wiederwahl 2008) Mitglied der deutschen UNESCO-Kommission, aber auch – das trifft sich gut – Mitglied der Kammer f&#252;r &#246;ffentliche Verantwortung der EKD. Frau von Schorlemer darf zugetraut werden, dass ihr die Perfidit&#228;t eines Pferdehandels, der letztlich Elbwiesen gegen Staatskapelle tauscht, bewusst ist. Ihr Karrieresprung wird symptomatisch f&#252;r das tiefe Missverstehen einer gutmeinenden Au&#223;enansicht im Welterbekonflikt und einer kalt berechnenden &#214;ffentlichkeitsarbeit der Union. Die Einbindung Schorlemers ermangelt mit der beharrlichen Weigerung, auf die UNESCO zuzugehen, deshalb einer grunds&#228;tzlichen Glaubw&#252;rdigkeit von beiden Seiten.</p>
<p>Der Ma&#223;nahmenkatalog der christdemokratischen Friedensinitiative kennt ohnehin keine Schamgrenze: Dazu z&#228;hlen Ehrungen f&#252;r Kulturschaffende und Renegaten genau so wie die Einstellung der Hetze gegen linksgr&#252;ne Demokratiegef&#228;hrdung, aber auch die angek&#252;ndigte gr&#252;ne Beh&#252;bschung Dresdens, deren Ernsthaftigkeit erst k&#252;rzlich bei Baumf&#228;llungen an der Elbe zu erleben war oder die Ruhigstellung des St&#246;renfrieds Avenarius, dessen mediales Wirken bei aller Widerspr&#252;chlichkeit doch die Aufmerksamkeit des m&#252;ndigen B&#252;rgers gegen&#252;ber der Judikative gesch&#228;rft hatte.</p>
<p>Dahin geh&#246;rt auch jene merkw&#252;rdige Begegnung der Friends of Dresden und G&#252;nter Blobels mit den Spitzen der Union anl&#228;sslich der Verleihung eines Dresdner Friedenspreises in der Dresdner Oper. Ausgerechnet Helma Orosz, die mit ihrer Strategie verantwortungsloser W&#228;hlert&#228;uschung die Absage an eine Verst&#228;ndigung mit der UNESCO ma&#223;geblich mitgetragen hat, dr&#228;ngte sich im Pressepulk an die Seite Gorbatschows, nahm Blobels Idee eines Friedensmuseums wohlwollend auf, setzte sich auch hier billig in Szene.</p>
<p>Dass der Inspirator Blobel genau wie Gorbatschow, Baum, Genscher und die Organisatoren von einem universalen Friedensgedanken durchdrungen sind, steht au&#223;er Frage. Selbst der m&#246;glicherweise unterschwellige Versuch, einen vorhandenen schwelenden Wertekonflikt in einem gr&#246;&#223;eren Bedeutungszusammenhang aufzuheben, w&#228;re legitim. Die Initiative ist aufrichtig und verdient Unterst&#252;tzung. Gleichwohl ist sie ein st&#252;ckweit Erziehungsma&#223;nahme mit offenem Ausgang. Denn was pr&#228;destiniert eine selbstgerechte Landeshauptstadt, deren B&#252;rger unter der Oberfl&#228;che unvers&#246;hnt sind, wirklich, ausgerechnet einen Friedenspreis zu verleihen? Ob zum Frieden im Gro&#223;en derjenige beitragen kann, der im vermeintlich Kleinen andere n&#246;tigt und vertragliche Selbstverpflichtung ignoriert, darf bezweifelt werden.</p>
<p><em>So billig ist Frieden nicht zu haben.</em></p>
<p>Gewiss, auch Frieden hat seine Zeit. Mag sein, dass selbst die Union lernf&#228;hig ist. Mag sein, dass es unbewusster Antrieb einer Generation M&#252;cke-Zastrow-Rohwer und westdeutscher Aufbauhelfer war, die, teils unverschuldet, einem humanistischen Europa achselzuckend gegen&#252;berstehen, gro&#223;st&#228;dtisches und vermutetes ostdeutsches Selbstbewusstsein zu brechen – das alles ber&#252;cksichtigt, bleibt f&#252;r viele B&#252;rger, die das Dresdner Trauerspiel erlebt haben, klar: Wenn sie einmal damit durchgekommen sind, werden sie es genau so wieder machen.</p>
<p>Und schlie&#223;lich: Eine Rehabilitierung Blobels jenseits der Frage, ob der Dresdner Friedenspreis ein starkes internationales Renommee erf&#228;hrt, bleibt nach wie vor ein Gebot elementaren Anstands und ist von jenen Politikern zu leisten, die der Ungeheuerlichkeit christdemokratischer Argumentation in der Welterbefrage nicht widersprochen haben. Ohne dieses Mea Culpa, das letztlich in die Rehabilitierung der Dresdner Welterbebewegung und Umweltverb&#228;nde m&#252;nden muss, ist ein zukunftsweisendes Miteinander etwa bei der Planung eines Friedensmuseums schwer vorstellbar.</p>
<p><em>Das Haar in der Suppe.</em></p>
<p>Auch wenn die S&#228;chsische Zeitung nunmehr wieder ein bisschen polemisieren darf, sollte man sich nicht t&#228;uschen lassen: Die Aufhebung der Selbstzensur lokaler Medien erfolgt nicht uneigenn&#252;tzig. Die sich abzeichnenden sozialen Konflikte k&#246;nnen nicht ignoriert werden, wie zuletzt die Proteste eines kleiner werdenden H&#228;ufleins Welterbefreunde. Entscheidende Wahlen liegen hinter uns. Immer &#246;fter ist der Rat zu h&#246;ren: In schwieriger Lage gemeinsam nach vorne schauen, den Tunnel endlich abhaken; das interessiere doch niemanden mehr. Allenfalls die zu erwartenden exorbitanten Mehrkosten f&#252;r die Br&#252;cke werden nach Ritus vorsorglich streits&#252;chtigen Umweltverb&#228;nden angelastet.</p>
<p>Was kann dem noch entgegengesetzt werden, au&#223;er der schwachen Hoffnung, dass der Lebensraumtyp 3270 selbst die s&#228;chsische Justiz vor eine unm&#246;gliche Aufgabe stellt? Jenes Urteil, mit dem der Propagandaapparat von Union/FDP ebenso frohlockend wie wahrheitswidrig behauptete, ein Tunnel w&#228;re umweltrechtlich nicht zul&#228;ssig, k&#246;nnte nun das Aus f&#252;r eigene &#220;berheblichkeit einleiten. Das Haar in Suppe, die sich Herr Reuther und gutachterlicher Eifer selbst eingebrockt haben und die – nat&#252;rlich – der Steuerzahler ausl&#246;ffeln darf, w&#252;rde am Ende bei der Union zu dauerhaften Schluckbeschwerden f&#252;hren. So viel jedenfalls ist schon jetzt klar: Sollten die Wiederherstellung des Welterbes und Bereinigung einer jahrelangen Denunziation der Civitas scheitern, werden sich schlie&#223;lich notwendigerweise die M&#246;glichkeiten der Demokratie selbst verengen: Die Hoffnung mancher Christdemokraten auf Schwarz-Gr&#252;n f&#252;r Sachsen wird dann auf eine lange Zeit keine Option sein. Die Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke bliebe sichtbares Symbol einer Machtpolitik, zu deren Opfer gerade auch &#246;kologisches Verantwortungsgef&#252;hl geworden ist. Es bliebe Symbol f&#252;r die Unm&#246;glichkeit s&#228;chsischer Gr&#252;ner gegen den Willen ihrer Dresdner W&#228;hler in eine unionsgef&#252;hrte Landesregierung einzutreten.</p>
<p>Das klingt ein wenig nach Goethes Knaben und der trotzdem gebrochenen Rose. Gemessen an den Opfern, die jene Dresdner gebracht haben, ist das kein Trost.</p>
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		<title>Dresdner Misskl&#228;nge</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2010/02/07/dresdner-missklaenge/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 21:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[von Wilfried Hanisch
Was ist nur los in Dresden? Alle Welt redet von der Kunst- und Kulturstadt Dresden. Und sie hat ja auch recht: Dresden hat trotz aller Zerst&#246;rungen ein reiches Erbe an materiellen und immateriellen Kunstsch&#228;tzen. Es sind nicht etwa nur die erhaltenen Reste von Renaissance und Barock, die den Rang Dresdens ausmachen. Auch danach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">von <span class="autor">Wilfried Hanisch</span></p>
<p>Was ist nur los in Dresden? Alle Welt redet von der Kunst- und Kulturstadt Dresden. Und sie hat ja auch recht: Dresden hat trotz aller Zerst&#246;rungen ein reiches Erbe an materiellen und immateriellen Kunstsch&#228;tzen. Es sind nicht etwa nur die erhaltenen Reste von Renaissance und Barock, die den Rang Dresdens ausmachen. Auch danach war Dresden in allen K&#252;nsten stets auf der H&#246;he der Zeit. Bedeutende Zeugnisse der Architektur und der Malerei entstanden in Dresden. Wichtige Kunstsammlungen finden sich in der Stadt. Hochschulen f&#252;r Musik und Bildende K&#252;nste sorgen daf&#252;r, dass die Stadt nicht nur in der Tradition verharrt. Hier wurde das moderne Tanztheater geboren. Es gibt eine bl&#252;hende Theaterlandschaft aus &#246;ffentlichen und privaten Einrichtungen. Zwei gro&#223;e Orchester von Weltrang pr&#228;gen das Musikleben.</p>
<p>Zwei Orchester von Weltrang! Und hier beginnt ein Problem. Es gibt in Dresden keinen wirklich zufriedenstellenden gro&#223;en Konzertsaal und es wird nach dem Willen der Stadtregierung und des Landes auch nicht so bald einen geben. Die Staatskapelle Dresden, Richard Wagners „Wunderharfe“, f&#252;hrt ihre Konzerte in der Semperoper auf und die Dresdner Philharmonie spielt im gro&#223;en Saal des Kulturpalastes. Beides sind Orte, die „gerade so gehen“. Das Konzertzimmer auf der B&#252;hne der Semperoper bietet f&#252;r die Werke der Klassik und der fr&#252;hen Romantik eine ordentliche Akustik. F&#252;r die gro&#223;en Orchesterapparate der Sp&#228;tromantik oder zeitgen&#246;ssischer Werke ist sie aber nicht geeignet. Der Saal im Kulturpalast ist ein Mehrzwecksaal mit 2400 Pl&#228;tzen. Neben der Philharmonie wird er auch zu Tagungen und Unterhaltungsveranstaltungen genutzt. Er besitzt eine gro&#223;e B&#252;hne mit Vorhang, Seitenb&#252;hnen, Kipp-Parkett, Orchestergraben, eine mobile Orgel, Regie- und andere Nebenr&#228;ume und z&#228;hlt damit zu den besten S&#228;len in Deutschland. Die damit gegebenen unterschiedlichen Anforderungen an den Saal f&#252;hrten von Anfang an zu Kompromissen in der Gestaltung des Saales. Insbesondere bei der Akustik gingen die Kompromisse zu Lasten der Nutzung als Konzertsaal. Kongresse oder Unterhaltungsveranstaltungen lassen sich durch Einsatz elektroakustischer Einrichtungen gut durchf&#252;hren. F&#252;r Orchesterkonzerte verbietet sich das. Da der Saal fast t&#228;glich f&#252;r neue Nutzungen umgebaut werden muss, fielen die Reflektionsw&#228;nde, die das Problem beheben sollten, bald dem praktischen B&#252;hnenbetrieb zum Opfer.</p>
<p>Der Kulturpalast wurde in den sp&#228;ten 60er Jahren von Leopold Wiel und Wolfgang H&#228;nsch gebaut. Er ist eines der Geb&#228;ude, mit denen in Dresden der Anschluss an die internationale Moderne hergestellt wurde. Er ist vergleichbar mit der alten Duisburger Mercatorhalle. Er steht aus diesen Gr&#252;nden unter Denkmalschutz. Die Schutzw&#252;rdigkeit ergibt sich weniger aus seiner Au&#223;enh&#252;lle, sondern aus seiner inneren Struktur. Neben dem gro&#223;en Mehrzwecksaal befanden sich ein kleines Studiotheater, ein Restaurant sowie die erforderlichen B&#252;ro-, Proben- Garderoben- und technische R&#228;ume im Geb&#228;ude.</p>
<p>Da der Konzertsaal seinerzeit wesentlich unbefriedigendere Auff&#252;hrungsorte ersetzen konnte, wurde er in der Stadt auch als Konzertsaal angenommen.</p>
<p>Nach nunmehr 40 Jahren ist jetzt eine Sanierung des Kulturpalastes &#252;berf&#228;llig. Dadurch wurde der Wunsch nach einem wirklich geeigneten Konzertsaal f&#252;r die beiden Dresdner Spitzenorchester wieder geweckt.</p>
<p>Dementsprechend wurde durch die Stadt 1997 die „Architektengemeinschaft Kulturbauten“ renommierter Dresdner Architekten mit der Gesamtplanung der Sanierung des Kulturpalastes und des Umbaus des Mehrzwecksaales zum Konzertsaal der Philharmonie beauftragt. Bis 2001 entstanden unter der Mitarbeit von 10 Fachingenieurb&#252;ros die Planungen f&#252;r einen amphitheatralischen Saal mit Orgel und einer auch f&#252;r Besucher nutzbaren Chorempore, wie er heute an vielen Orten als Konzertsaal gebaut wird. Durch Messungen an einem Arbeitsmodell wurde die Akustik optimiert, so dass der Saal dem Vergleich mit erstrangigen Konzerts&#228;len standh&#228;lt. Die Planung wurde so ausgelegt, dass die denkmalgesch&#252;tzte Struktur des Geb&#228;udes nicht angetastet wurde. Der Stadtrat nahm diese Planungen seinerzeit zustimmend auf. Es liefen daf&#252;r mehrere Millionen € Planungskosten an. Allein die Kosten f&#252;r die durch die Arbeitsgemeinschaft beauftragten Planungsb&#252;ros betrugen 3,0 Mio. €</p>
<p>So weit so gut. Aber es entsteht nun ein neues Problem. Durch die Optimierung als Konzertsaal geht unvermeidlich die breite Nutzungsm&#246;glichkeit des bisherigen Mehrzwecksaales verloren. Es war daran gedacht, nicht mehr m&#246;gliche Nutzungen in den damals geplanten gro&#223;en Mehrzwecksaal des neugebauten Kongresszentrums zu verlegen. Aber dieser Saal wurde vom Hochbauamt auf Grund einer Kostenfehlplanung aus der Planung herausgenommen, ohne die Auswirkungen dieser Entscheidung mit den anderen Betroffenen abzustimmen. Damit waren die Voraussetzungen f&#252;r den Umbau nicht mehr gegeben.</p>
<p>In einer planungstechnischen Arabeske entstand zwischenzeitlich ein Entwurf von Hans Kohlhoff den Kulturpalast mit Hotel und Ladenpassagen zu umbauen. Der Kern des Geb&#228;udes w&#228;re davon nicht betroffen. Dieser Entwurf wird jedoch wohl auch wegen seiner fatalen st&#228;dtebaulichen Auswirkungen nicht mehr verfolgt. Fehlende Hauhaltsmittel stellten alle weiteren Planungen in Frage und es wurde still um den Kulturpalast. Ein vern&#252;nftiger Konzertsaal f&#252;r Dresden r&#252;ckte wieder in weite Ferne. Der Chefdirigent der Philharmonie Marek Janowski verlie&#223; deshalb Dresden unter Protest.</p>
<p>Im Jahr 2007 gab es ein b&#246;ses Erwachen. Die seit langem bekannten und verschleppten M&#228;ngel im Brandschutz f&#252;hrten zur kurzfristigen Schlie&#223;ung des Hauses f&#252;r f&#252;nf Monate.</p>
<p>Im Jahr 2008 kam es zu einer neuen Volte. Der Stadtrat beschloss einen neuen Wettbewerb „Sanierung und Umbau des Kulturpalast Dresden“ auszuloben. Das neue Konzept nahm zus&#228;tzliche Funktionen, wie einen Theatersaal mit 350 Pl&#228;tzen sowie eine Bibliothek auf. Im Wettbewerbsaufruf hei&#223;t es „Herzst&#252;ck des Projektes ist ein als ‚innerer Neubau‘ zu konzipierender Konzertsaal der Philharmonie Dresden. Der besten raumakustischen Auslegung der Saalgeometrie im Vergleich zu den f&#252;hrenden internationalen Konzerts&#228;len kommt die h&#246;chste Priorit&#228;t zu.“ Damit wurde der bereits vorhandene Entwurf, der genau diese Kriterien erf&#252;llte und dies in betr&#228;chtlicher Planungstiefe nachwies, ignoriert. Die Kosten f&#252;r diese Planungen sind damit verloren. Ebenso wurden Bedenken gegen eine Mischnutzung als Bibliothek und Konzerthaus nicht ber&#252;cksichtigt. Es gab und gibt keinerlei Studien, die die Sinnhaftigkeit dieser Vorgaben belegen. Unklar ist, wie sich die durch eine Bibliothek gegebene Brandlast mit einem Saal mit 2000 Pl&#228;tzen vertr&#228;gt und ob &#252;berhaupt vern&#252;nftige Evakuierungswege realisiert werden k&#246;nnen. Tats&#228;chlich soll der so entstehende Saal doch wieder als Mehrzwecksaal genutzt werden. Das Optimum als Konzertsaal ist damit doch wieder nicht erreicht.</p>
<p>Trotz aller dieser Bedenken wurde dieser Wettbewerb ausgelobt. Er begann am 1. November 2008. Bereits am 19. Juni 2009 stand der Siegerentwurf fest. Die Architekten Meinhard von Gerkan, Stephan Sch&#252;tz und Nicolas Pomr&#228;nke legten einen Entwurf vor, der nach Meinung der Jury „besonders behutsam mit dem denkmalgesch&#252;tzten Kulturpalast umgegangen“ sei. Der konzipierte Saal fasst 1900 Pl&#228;tze. &#220;ber seine akustische Eignung liegen keinerlei Untersuchungen vor. Auch Fragen der Evakuierung im Brandfall wurden nicht untersucht. Die Teilnehmer &#252;bernahmen die Wettberwerbsvorgaben ohne Kritik.</p>
<p>Dagegen regt sich Widerstand aus verschiedenen Richtungen. Drei Gruppen lassen sich da ausmachen.</p>
<p>Da sind zun&#228;chst diejenigen, die den Verlust des Kulturpalastes als Ort f&#252;r gr&#246;&#223;ere popul&#228;re Veranstaltungen bef&#252;rchten. Es ist in der Tat schwer vorstellbar, dass etwa das j&#228;hrlich stattfindende Dixieland-Festival in einem Konzertsaal f&#252;r klassische Musik stattfinden k&#246;nnte. Auch Tanz- oder Bankettveranstaltungen, wie im bestehenden Saal, werden nicht mehr m&#246;glich sein. Der Kulturpalast verliert damit seine Bedeutung als kulturelles Zentrum, die er f&#252;r einen betr&#228;chtlichen Teil der Dresdner B&#252;rger hat.</p>
<p>Zum anderen gibt es Bedenken seitens des Denkmalschutzes und von Architekten. Denn im Gegensatz zu der Einsch&#228;tzung der Jury sehen sie im Entwurf einen gravierenden Eingriff in die urspr&#252;ngliche, unter Denkmalschutz stehende Struktur des Geb&#228;udes. Die vorgesehene Mehrfachnutzung ist nur unter Aufgabe der klaren Struktur des Kulturpalastes zu erreichen. Es wird bezweifelt, dass durch die vertiefende Planung die M&#228;ngel des Konzeptes einer Mehrfachnutzung behoben werden k&#246;nnen. Die Architekten Leopold Wiel und Wolfgang H&#228;nsch haben deshalb in einer „Urheberrechtlichen Stellungnahme“ Einspruch gegen die Planungsabsichten der Stadt erhoben.</p>
<p>Die dritte Gruppe bildet ein gro&#223;er Teil der Dresdner Musiklebens. Es besteht der Wunsch, endlich einmal f&#252;r Dresden einen w&#252;rdigen Konzertsaal zu bekommen. Der durch den beabsichtigten Umbau des Kulturpalastes entstehende Saal erf&#252;llt keineswegs die dazu n&#246;tigen Einrichtungen. Es fehlen ein Kammermusiksaal und ein Probensaal. Es wird deshalb vorgeschlagen, den Kulturpalast mit dem vorhandenen Saal behutsam zu sanieren und zu modernisieren. Mittelfristig sollte dann f&#252;r Dresden ein eigenst&#228;ndiges Konzertgeb&#228;ude angegangen werden. In der Zwischenzeit kann der jetzige Saal durchaus noch weiter als Konzertsaal dienen. Seine Akustik kann durch geeignete Einbauten aufgewertet werden. Der v&#246;llige Umbau des Kulturpalastes hingegen macht Bestrebungen, einen wirklich guten Konzertsaal zu erhalten, f&#252;r Jahrzehnte unrealistisch.</p>
<p>M&#246;glicherweise erscheint es vermessen, in Dresden an einen eigenen Konzertsaal f&#252;r zwei Orchester von Weltrang zu denken. Auch wenn international wirkende Dirigenten die Forderung danach unterst&#252;tzen, ist seitens der Stadt da nichts zu erwarten. Weder hat die Stadt Dresden daf&#252;r die erforderlichen Mittel, noch ist das Land Sachsen bereit, ein solches Projekt zu unterst&#252;tzen. Es entspricht eben nicht der Vorstellungswelt kommunaler oder Landespolitiker. Der Kulturb&#252;rgermeister der Stadt will „einen Konzertsaal nicht geschenkt haben!“ Eine Arena mit 35000 Pl&#228;tzen f&#252;r einen Fu&#223;ballverein der dritten Liga war jedoch m&#246;glich.</p>
<p>Ein aktiver F&#246;rderverein namhafter Dresdner verfolgt aber doch dieses Ziel. Es bestehen Bestrebungen einen Teil der Mittel f&#252;r ein Konzerthaus durch private Spenden einzuwerben.</p>
<p>Es gibt verschiedene Vorstellungen, wie ein Konzertsaal aussehen, und wo er stehen k&#246;nnte. Da ist einmal ein Standort gegen&#252;ber der Br&#252;hlschen Terrasse, dem sogenannten Narrenh&#228;usel, einer derzeit als Biergarten genutzten Brache. Dieser Standort h&#228;tte den Charme, dass an dieser Stelle durch eine mutige Gestaltung das der Altstadt gegen&#252;berliegende Elbufer aufgewertet und ein Gegengewicht gegen die k&#246;niglich s&#228;chsischen Ministerien geschaffen werden k&#246;nnte, die dort jetzt dominieren. Aber auch andere Standorte sind denkbar. So k&#246;nnte etwa der Postplatz durch den Bau von Kultureinrichtungen, wie eben dem Konzertsaal, endlich wieder zu einem w&#252;rdigen Ort in der Stadt werden. Da dort mehr Platz ist, k&#246;nnten auch die heutigem Standard entsprechenden Zusatzeinrichtungen untergebracht werden. Bei der Gestaltung des Saales w&#228;re zu bedenken, ob man eine v&#246;llig neue Konzeption verfolgen will, oder ob man auf die schon weit gediehenen Planungen der Architektengemeinschaft von 1997 bis 2001 zur&#252;ckgreift.</p>
<p>Der Stadtrat hat am 11. Dezember 2009 trotz aller Einw&#228;nde beschlossen, den Umbau voran zu treiben und Planungsauftr&#228;ge zu erteilen. Es ist jetzt zu hoffen, dass bei einer wirklich fundierten Untersuchung der vorliegenden Entw&#252;rfe doch noch Wege zu einer befriedigenden L&#246;sung gefunden werden. Zumindest sollte verhindert werden, dass durch die jetzigen Planungsabsichten der Weg zu einer der Stadt wirklich gerecht werdenden L&#246;sung verbaut wird. Wenn sich Dresdner zu gemeinsamen Handeln aufraffen, dann sind auch unm&#246;glich scheinende Dinge m&#246;glich.</p>
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		<title>Ein Weckruf f&#252;r die Zukunft</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 21:52:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Termin]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Dresden sich selbst einholt,
ohne dabei aus dem Gleichgewicht zu geraten
Der Beschluss des Stadtrates zur Erarbeitung einer Elbtalschutzsatzung trifft in B&#252;rgerinitiativen und Vereinen auf breite Zustimmung. Trotz Fortgang der Baustelle am Waldschl&#246;sschen und jahrelangem, bitteren Tauziehen zwischen Br&#252;ckengegnern und st&#228;dtischen Planern, atmen die engagierten Elbtalschutzgruppen auf. Grund ist das deutliche Bekenntnis des Stadtrates, eine breite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">Wie Dresden sich selbst einholt,<br />
ohne dabei aus dem Gleichgewicht zu geraten</p>
<p>Der Beschluss des Stadtrates zur Erarbeitung einer Elbtalschutzsatzung trifft in B&#252;rgerinitiativen und Vereinen auf breite Zustimmung. Trotz Fortgang der Baustelle am Waldschl&#246;sschen und jahrelangem, bitteren Tauziehen zwischen Br&#252;ckengegnern und st&#228;dtischen Planern, atmen die engagierten Elbtalschutzgruppen auf. Grund ist das deutliche Bekenntnis des Stadtrates, eine breite &#246;ffentliche Beteiligung am Erarbeitungsverfahren anzustreben, wie es im Beschluss ausdr&#252;cklich hervorgehoben ist.</p>
<p>Das ist ganz im Sinne eines umfassenden Landschaftsschutzes f&#252;r die ehemals als Welterbe eingetragenen Kulturlandschaft. Ein Signal f&#252;r die Mitglieder der „Dresdens Erben“, die sich als Verein schon bei der Gr&#252;ndung das Engagement f&#252;r einen sensiblen Umgang mit dem Elbtal und die aktive B&#252;rgerbeteiligung an den Planungsprozessen auf die Fahnen schrieben. Der Verein startete mit Unterst&#252;tzung der gr&#252;nen Stadtratsfraktion eine Veranstaltungsreihe zum Thema – in Kooperation mit &#228;hnlich orientierten Initiativen wie der Welterbebewegung, dem Entwicklungsforum und der Tunnelalternative am Waldschl&#246;sschen.</p>
<p>„Die Erarbeitung der Elbtalschutzsatzung bietet die Chance, gro&#223;e Teile der B&#252;rgerschaft einzubinden und damit eine Identifikation mit dem Kulturlandschaftsraum Dresdner Elbtal und dessen besondere Wertsch&#228;tzung zu f&#246;rdern“, freut sich die Vorsitzende der Erben, Jana Knauth. F&#252;r sie ist der am Mittwoch im Rathaus stattfindende Vortrag auch ein symbolischer Beitrag als Weckruf an Dresdens B&#252;rger, die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Daf&#252;r konnte der sich als integrierende Aktionsgruppe definierte Verein einen ausgewiesenen Fachmann f&#252;r die Bewertung von Kulturlandschaften als Referent gewinnen.</p>
<p>Dipl.-Ing. Michael Kloos ist Architekt und Stadtplaner an der rheinisch-westf&#228;lischen, technischen Hochschule Aachen. Am Lehrstuhl und Institut f&#252;r St&#228;dtebau und Landesplanung ist er Autor des „Aachener Gutachtens“, das sich 2006 mit den visuellen Auswirkungen des Br&#252;ckenbaus an der Elbe besch&#228;ftigte. Im Auftrag der UNESCO tragen weitere Bewertungen ebenso seine Handschrift, wie eine Dissertation zur Erhaltung und Weiterentwicklung von Kulturlandschaften.</p>
<p>Unter dem Titel „Kulturlandschaft Dresdner Elbtal – Vergangenheit als Zukunft“ l&#228;dt der Verein Dresdens Erben am Mittwoch, dem <strong>27.01.2010</strong>, um <strong>19:00</strong> Uhr in den <strong>Plenarsaal des Dresdner Rathauses</strong> ein. Der Vortrag mit sich anschlie&#223;ender Diskussion gilt als Auftaktveranstaltung f&#252;r eine ganze Reihe von Versammlungen zum gleichen Themenkomplex.</p>
<hr class="nextpage" /><strong>Hinweis:</strong> Nutzen Sie das Plakat der Vereine (<a target="_blank" href="http://tunnel.momocat.de//Quellen/Bilder/2010/Plakat_DresdensErben_VortragKloos_A4.pdf">Format A4: pdf-Datei / 218 kB</a> oder <a target="_blank" href="http://tunnel.momocat.de//Quellen/Bilder/2010/Plakat_DresdensErben_VortragKloos_A6.pdf">Format A6: pdf-Datei / 98 kB</a>), wenn Sie selbst auf die Veranstaltung aufmerksam machen m&#246;chten.</p>
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		<title>So m&#246;ge Gott uns segnen mit Unbehagen</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2010/01/21/so-moege-gott-uns-segnen-mit-unbehagen/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 11:46:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[Pfarrer i.R. Manfred Bauer
zur Gedenkveranstaltung f&#252;r Achim Weber
am 20.01.2010 in der Dreik&#246;nigskirche
Leben
einzeln und frei
wie ein Baum
und br&#252;derlich
wie ein Wald
ist unsere Sehnsucht
Diese Worte von Nazim Hikmet sind f&#252;r Achim Weber ausgew&#228;hlt worden. Ausgew&#228;hlt mit gutem Gesp&#252;r daf&#252;r, was sein Leben gepr&#228;gt hat. Es sei mir erlaubt, ein Wort der Bibel hinzuzuf&#252;gen, ein Wort biblischer Poesie aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">Pfarrer i.R. <span class="autor">Manfred Bauer</span><br />
zur Gedenkveranstaltung f&#252;r Achim Weber<br />
am 20.01.2010 in der Dreik&#246;nigskirche</p>
<blockquote><p>Leben<br />
einzeln und frei<br />
wie ein Baum<br />
und br&#252;derlich<br />
wie ein Wald<br />
ist unsere Sehnsucht</p></blockquote>
<p>Diese Worte von Nazim Hikmet sind f&#252;r Achim Weber ausgew&#228;hlt worden. Ausgew&#228;hlt mit gutem Gesp&#252;r daf&#252;r, was sein Leben gepr&#228;gt hat. Es sei mir erlaubt, ein Wort der Bibel hinzuzuf&#252;gen, ein Wort biblischer Poesie aus dem Buch der Psalmen:</p>
<blockquote><p>Ein Mensch<br />
ist in seinem Leben wie Gras.<br />
Er bl&#252;ht wie eine Blume auf dem Feld.<br />
Und wenn der Wind dar&#252;ber geht<br />
so ist sie nimmer da.<br />
Die Gnade aber Gottes, des Herrn,<br />
w&#228;hrt von Ewigkeit zu Ewigkeit<br />
&#252;ber denen, die ihn f&#252;rchten<br />
und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind<br />
bei denen, die seinen Bund halten<br />
und gedenken an seine Gebote, dass sie danach tun.<br />
<span class="autor">Psalm 103:15-18</span></p></blockquote>
<p>Liebe Freundinnen und Freunde,</p>
<p>die Trauer um Achim Weber hat uns dazu gedr&#228;ngt, in guter Gemeinschaft – br&#252;derlich (geschwisterlich) wie ein Wald – seiner zu gedenken und der Sehnsucht Ausdruck zu verleihen, die den Weg mit ihm zusammen gepr&#228;gt hat.</p>
<p>Leben! Wirklich leben!</p>
<p>Aber noch immer ist nicht zu begreifen, wie denn sein Lebensweg – wie eine Blume auf dem Feld – so unvermittelt zu Ende sein konnte. Unsere Sehnsucht nach Leben ist sehr hart auf die Wirklichkeit des Todes gesto&#223;en.</p>
<p>Doch Sehnsucht – man k&#246;nnte auch Hoffnung sagen – kommt damit gewiss nicht ans Ende.</p>
<p>Wer ausschlie&#223;lich auf die Verg&#228;nglichkeit schaut, der muss versuchen, in der K&#252;rze seiner Lebenszeit (oder auch nur seiner Legislaturperiode) alles zu erreichen, was seine Sehnsucht ihm sagt.</p>
<p>Wer bewusst oder auch unbewusst nur auf seine Verg&#228;nglichkeit schaut, der wird es mit der Verwirklichung seiner Pl&#228;ne sehr eilig haben, der wird kurzatmig auf Beschleunigung dr&#228;ngen, der wird es notfalls mit Macht und Gewalt durchsetzen. Von den diffizilen Methoden will ich jetzt nicht reden. Achim Weber hat darunter gelitten.</p>
<p>Weil ihn aber die Sehnsucht nach Leben erf&#252;llte, waren ihm schnelle L&#246;sungen immer verd&#228;chtig. Das Wort „nachhaltig“ war noch nicht erfunden, als er anfing, nach Schritten ins Leben zu suchen, als er dagegen zu streiten begann, was das Leben eingrenzt und &#228;rmer macht. Nachhaltig bedeutet doch, etwas zu tun, was denen zugute kommt, die nach uns kommen. Die Kindeskinder. Die Bibel gebraucht in diesem Fall nicht selten das gro&#223;e Wort Ewigkeit. Es geht um Schritte auf dem Weg, der weit &#252;ber uns hinaus weist. Schritte, die gro&#223;e Geduld und einen langen Atem erm&#246;glichen.</p>
<p>F&#252;r Nachhaltiges einzutreten, kann aber auch sehr nachteilig sein. Und Erfolg bleibt einem nicht selten versagt. Doch seine Entscheidungen nach Vorteil und Nachteil abzuw&#228;gen, das war Achim Webers Weise nicht. Das werden dann einige seiner Weggef&#228;hrten bezeugen.</p>
<p><em>Gedenken an Gottes Gebote.</em> So hei&#223;t es im Psalm. Gedenken, was dem Leben dient oder was t&#246;dlich ist. Gedenken, was die Sch&#246;pfung erh&#228;lt oder was ihr Schaden zuf&#252;gt. Gedenken, was gerecht ist (sch&#246;pfungsgerecht, Dresden-gerecht, Menschen-gerecht) oder was – nicht selten unter dem Schein des Rechts – der Gerechtigkeit abtr&#228;glich ist. <em>Gedenken an Gottes Gebote.</em></p>
<p>Mit der Sehnsucht nach Leben, so sagt es die Bibel, haben wir bei Gott eine Chance. Die Sehnsucht nach Leben findet bei Gott ihre Erf&#252;llung. Das gilt – auch wenn wir erleben, dass unsere Lebenszeit begrenzt ist. Erschreckend begrenzt.</p>
<p>Aber Erschrecken, Schmerz und Trauer sind ja auch Zeichen f&#252;r die Tiefe des Lebens. Das haben wir in diesen Tagen erlebt. <em>Br&#252;derlich wie ein Wald …</em></p>
<p>Wir werden das auch weiterhin erleben k&#246;nnen. Wenn wir unseren Weg, den wir mit Achim Weber gegangen sind, nun ohne ihn weiter gehen werden.</p>
<p>Und das wollen wir ja tun.</p>
<p>So kann sich unsere Trauer in Zuversicht und in Mut wandeln.</p>
<p>Das schenke uns Gott.</p>
<p>In allem aber erf&#252;lle uns die Gewissheit, dass wir auf dem Weg der Sehnsucht nach dem Leben weitere Schritte zuversichtlich und mutig gehen k&#246;nnen.</p>
<blockquote><p>So m&#246;ge Gott uns segnen mit Unbehagen<br />
gegen&#252;ber allzu einfachen Antworten,<br />
Halbwahrheiten und oberfl&#228;chlichen Betrachtungsweisen,<br />
damit Leben in der Tiefe unseres Herzens wohne.</p>
<p>M&#246;ge Gott uns mit Zorn segnen<br />
gegen&#252;ber Ungerechtigkeit, Unterdr&#252;ckung<br />
und Selbstherrlichkeit der M&#228;chtigen,<br />
damit wir nach Gerechtigkeit und Frieden streben.</p>
<p>M&#246;ge Gott uns mit Tr&#228;nen segnen,<br />
zu vergie&#223;en f&#252;r die, die unter Schmerzen und Not,<br />
Unverst&#228;ndnis und Unvernunft leiden,<br />
damit wir unsere H&#228;nde ausstrecken, sie zu tr&#246;sten<br />
und ihren Schmerz in Hoffnung und Freude zu verwandeln.</p>
<p>Und m&#246;ge Gott uns mit Torheit segnen,<br />
daran zu glauben, dass wir die Welt ver&#228;ndern k&#246;nnen,<br />
indem wir Dinge tun,<br />
von denen andere meinen,<br />
es sei unn&#246;tig und unm&#246;glich, sie zu tun.</p></blockquote>
<p>So segne uns der barmherzige Gott, der Vater, der Sohn, der Heilige Geist.</p>
<p>Amen.</p>
<hr class="nextpage" />Das Segenswort entstammt dem Gottesdienstbuch „em tua graça“ der neunten Vollversammlung des &#214;kumenischen Rates der Kirchen in Porto Alegre (Brasilien) 2006.</p>
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		<title>Gedenkveranstaltung</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2010/01/17/gedenkveranstaltung/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 17:06:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Termin]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Welterbebewegte,
am 4. Januar 2010 verstarb pl&#246;tzlich und ohne Vorwarnung unser Freund und Mitstreiter Achim Weber. Dieser Tod im Alter von 53 Jahren kam viel zu fr&#252;h und rei&#223;t ein gro&#223;es Loch in das Netzwerk Gr&#252;ne Liga und in die Dresdner Welterbebewegung.
Achim Weber war Mitbegr&#252;nder und Gestalter des Netzwerkes &#214;kologischer Bewegungen Gr&#252;ne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Freundinnen und Freunde,<br />
liebe Welterbebewegte,</p>
<p>am 4. Januar 2010 verstarb pl&#246;tzlich und ohne Vorwarnung unser Freund und Mitstreiter Achim Weber. Dieser Tod im Alter von 53 Jahren kam viel zu fr&#252;h und rei&#223;t ein gro&#223;es Loch in das Netzwerk Gr&#252;ne Liga und in die Dresdner Welterbebewegung.</p>
<p>Achim Weber war Mitbegr&#252;nder und Gestalter des Netzwerkes &#214;kologischer Bewegungen Gr&#252;ne Liga. Sein Engagement f&#252;r Mensch und Natur begann in der kirchlichen Umweltbewegung der DDR vor 1989, damals in der kritischen Auseinandersetzung mit dem Forschungsreaktor Rossendorf und geh&#228;uften Leuk&#228;mief&#228;llen in dessen Umfeld.</p>
<p>Ausdauernd wie kaum ein anderer blieb er der Umweltbewegung treu, immer engagiert, immer andere begeisternd, mit viel R&#252;ckgrat.</p>
<p>Heute ist Achim Weber den meisten als Bewahrer der wertvollen Dresdner Elblandschaft bekannt. Er organisierte den juristischen Widerstand der Gr&#252;nen Liga gegen den rechtswidrigen Planfeststellungsbeschluss zum Bau der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke und engagierte sich in der Vernetzung aller Initiativen zum Erhalt des Welterbes Dresdner Elbtal.</p>
<p>Die Gr&#252;ne Liga l&#228;dt gemeinsam mit der Welterbebewegung und B&#252;ndnis 90 / Die Gr&#252;nen zu einer &#246;ffentlichen Gedenkveranstaltung f&#252;r Achim Weber ein.</p>
<p>Gemeinsam mit Ihnen wollen wir seines Lebens und seines Kampfes gedenken. Wir wollen ihm danken f&#252;r die gemeinsamen Jahre, f&#252;r die Inspiration und Motivation, die er vielen gegeben hat. Gemeinsam wollen wir Abschied nehmen.</p>
<p>Wir freuen uns &#252;ber Ihre Teilnahme an der <strong>Gedenkveranstaltung am Mittwoch, dem 20. Januar, um 19 Uhr in der Dreik&#246;nigskirche</strong>.</p>
<p>Landessprecherrat<br />
Gr&#252;ne Liga Sachsen e.V.</p>
<hr class="nextpage" />
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		<item>
		<title>Achim</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 16:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Und er sprach:
Ach, z&#252;rne nicht, Herr, dass ich nur noch einmal rede.
Man k&#246;nnte vielleicht zehn darin finden.
Er aber sprach:
Ich will sie nicht verderben um der zehn willen.
1.BM18,32
Der L&#246;we ist tot.
Schweigend steht er im schwarzen Wasser.
Ins Feld f&#252;hrte er die J&#228;ger,
da erschlugen sie ihn.
Weg lockte er sie,
aber ich verstand nicht.
Noch immer h&#246;re ich die Stille,
aber ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>Und er sprach:<br />
Ach, z&#252;rne nicht, Herr, dass ich nur noch einmal rede.<br />
Man k&#246;nnte vielleicht zehn darin finden.<br />
Er aber sprach:<br />
Ich will sie nicht verderben um der zehn willen.<br />
1.BM18,32</p></blockquote>
<blockquote><p>Der L&#246;we ist tot.<br />
Schweigend steht er im schwarzen Wasser.<br />
Ins Feld f&#252;hrte er die J&#228;ger,<br />
da erschlugen sie ihn.<br />
Weg lockte er sie,<br />
aber ich verstand nicht.<br />
Noch immer h&#246;re ich die Stille,<br />
aber ich kann nicht verstehen.</p></blockquote>
<p>Anfang Januar. Schnee. Arbeit. Anrennen gegen den Terminkalender. Ein Jahreswechsel mit neuen Hoffnungen nach einem Jahr, das f&#252;r viele von uns nicht gut war. In die Sprachlosigkeit brach ohne Vorwarnung die Nachricht von Deinem Tod ein. Hilflosigkeit und Verweigerung zuerst. Rastlose Suche nach einem Warum. Die Dir nahe waren, sind ohne Trost.</p>
<p>Jetzt auch noch Du, der Freund. Die Frage, die fast w&#252;tend bohrt: Lohnt dieser endlose Kampf gegen was? So hei&#223;t es zwar: <a target="_blank" href="http://www.die-bibel.de/nc/online-bibeln/luther-bibel-1984/lesen-im-bibeltext/bibelstelle/ps23/#iv">Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, f&#252;rchte ich kein Ungl&#252;ck</a>. Aber wie lange schon. Die Gef&#228;hrdungen unseres Tales hast Du gekannt wie kein zweiter. Und Dich doch nicht gemein gemacht mit den M&#228;chtigen und ihren Verstrickungen f&#252;r einen zu hohen Preis. Immer wieder jedermanns Hand darum wider Dich. Zu viele Niederlagen bis zuletzt haben Deine Kraft aufgezehrt, aber Dir nicht die Klarheit genommen. Die ihre Macht missbrauchen, ehren sich daf&#252;r noch. Du wurdest verh&#246;hnt. Weitergegangen auf rechter Stra&#223;e bist Du trotzdem, hast Dich abgem&#252;ht und Mut gemacht vielen Menschen. Ein voller Tisch im Angesicht Deiner Feinde. Du teiltest mit uns tiefe Sehnsucht nach Frieden f&#252;r dieses St&#252;ck Erde, das uns anvertraut ist.</p>
<p>Deine freundliche Zuversicht wollen wir bewahren. Das Hoffen auf einen neuen Tag. Die Freude, wenn sich unendliche Weite &#252;ber jenen Fluss spannt, den Du geliebt hast. Die Freude am oft unscheinbaren Wunder der Sch&#246;pfung. Weiden auf gr&#252;nen Auen und Finden zum frischen Wasser. Erquicken der Seele – eine weltweite Sehnsucht, die nicht zu Ende geht.</p>
<p>Nach dem Schmerz bleibt der Dank f&#252;r den Weg, den wir bis hierher gemeinsam gegangen sind. Gro&#223;e Worte waren nicht Deine Sache, aber das w&#252;rdest Du uns, wie so oft, f&#252;r das Weitere mitgeben: Wir schaffen das.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Demokratie contra Demagogie</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2010/01/16/demokratie-contra-demagogie/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 10:30:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.elbtunnel-dresden.de/2010/01/16/demokratie-contra-demagogie/</guid>
		<description><![CDATA[von Hans G&#252;nther Coers
Dresdner B&#252;rger, interessiert am Baufortschritt der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke, nehmen regelm&#228;&#223;ig am „Br&#252;ckenpicknick“ teil. Bei der letzten Veranstaltung im Dezember fiel einigen beim Betrachten der Baupl&#228;ne auf, dass „abzubaggernde Uferfl&#228;chen“ auf beiden Elbseiten au&#223;erhalb des Planungsgebietes eingetragen sind, zwecks Einschwimmen des Br&#252;ckenhaupttr&#228;gers. Zweifel, ob dies rechtens und genehmigt sei, best&#228;tigten sich. Die Gr&#252;ne Liga [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">von <span class="autor">Hans G&#252;nther Coers</span></p>
<p>Dresdner B&#252;rger, interessiert am Baufortschritt der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke, nehmen regelm&#228;&#223;ig am „Br&#252;ckenpicknick“ teil. Bei der letzten Veranstaltung im Dezember fiel einigen beim Betrachten der Baupl&#228;ne auf, dass „abzubaggernde Uferfl&#228;chen“ auf beiden Elbseiten au&#223;erhalb des Planungsgebietes eingetragen sind, zwecks Einschwimmen des Br&#252;ckenhaupttr&#228;gers. Zweifel, ob dies rechtens und genehmigt sei, best&#228;tigten sich. Die Gr&#252;ne Liga wandte sich, ihrer Satzung gem&#228;&#223;, an die Landesdirektion Dresden. Der Tr&#228;ger des Bauvorhabens, die Stadt Dresden, reagierte mit der Anordnung zur Einstellung der ungenehmigten Bauarbeiten im Uferbereich der Elbe bis zur Korrektur des Planungsfehlers in einem Erg&#228;nzungsverfahren zum Planfeststellungsbeschluss. So weit, so rechtens.</p>
<p>Die Verantwortung f&#252;r die neuerliche Verz&#246;gerung des Baus der Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke tragen allein die Bauplaner und eine inkompetente Stadtverwaltung. Ihre oberfl&#228;chliche und schlampige Arbeit kostet nun zus&#228;tzliche Millionen, die ihnen wohl nicht angelastet werden. Daf&#252;r stehen wir Steuerzahler bereit. Genauer gesagt, die Stadt muss soziale und kulturelle Vorhaben streichen. Die CDU-Stadtratsfraktion dagegen hat f&#252;r Recht und Gesetz nichts &#252;brig. Sie ist „emp&#246;rt“ &#252;ber das „groteske“, „st&#228;ndige Quertreiben“ der „Umweltaktivisten“. „Die Br&#252;ckengegner meinen wieder ein Haar in der Suppe gefunden zu haben.“ Ist doch klar: Seit Jahrtausenden wird der &#220;berbringer der schlechten Nachricht get&#246;tet, nicht der Verursacher. Demagogie. Folgenlos?</p>
<p>Dr. Helfried Reuther, Pressesprecher der CDU-Fraktion im Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden, hat damit eine Kampagne losgetreten, deren Folgen man auf der Internetseite von Dresden-Fernsehen nachlesen kann. Da tobt eine „Diskussions“-Unkultur im Stile der schlimmsten Zeiten deutscher Geschichte. Die „Br&#252;ckengegner“, die „ewig herumst&#228;nkern“ und „sinnloserweise herumpalavern“, sind „wohl doch sehr, sehr einfach strukturierte Mitmenschen“, die „Deppen der Nation“, „die Stasi sind doch genug von denen bei den Br&#252;ckengegnern“, „&#214;kofaschisten“, „Verbrecherverein namens Gr&#252;ne Liga“, und: „Fr&#252;her w&#228;re da bestimmt gleich die Stasi gekommen, aber das ist eine andere Geschichte. Aber in Bautzen w&#228;ren die besser aufgehoben, wenn sie so radikal negativ auftreten.“ Soweit Ausz&#252;ge aus den Kommentaren zu Helfried Reuther: „CDU emp&#246;rt &#252;ber Br&#252;ckengegner“ auf der Internetseite von Dresden-Fernsehen unter „Bauprojekte“, Freitag, 8. Januar 2010, 18.41 Uhr. Das ist das Werk von Herrn Dr. Reuther; sein Beitrag zur Dresdner Kulturf&#246;rderung. Folgenlos?</p>
<p>Noch einmal im Klartext: Das „Haar in der Suppe“ ist ein eklatanter Versto&#223; gegen Vorschriften des Naturschutzrechts der Europ&#228;ischen Union, denen der als Flora-Fauna-Habitat-Gebiet gesch&#252;tzte Flie&#223;gew&#228;sserlebensraumtyp der Elbe an dieser Stelle auf Initiative des Freistaates Sachsen unterliegt. Wenn schon die DDR wieder ins Spiel gebracht wird: Die DDR hatte international anerkannte Umweltschutzrechtsvorschriften! Auf dem Papier. Sie hie&#223;en „Landeskulturgesetz“, da es selbstredend im Sozialismus nichts geben konnte, wovor die Umwelt zu sch&#252;tzen war. Die rechtlichen Regelungen aber waren vorbildlich, nur wurden sie nicht beachtet. Wer die Nichtachtung der Gesetze thematisierte, wurde von der Partei als Staatsfeind verunglimpft und gema&#223;regelt. Das Verhalten von Herrn Dr. Reuther im Namen seiner Fraktion erschreckt in Anbetracht dieser Erfahrung. Folgenlos?</p>
<p>Herr Dr. Reuther sollte sich entschuldigen. Das k&#246;nnte den f&#252;r Dresden entstandenen Imageschaden begrenzen. Die CDU sollte ihn dabei unterst&#252;tzen.</p>
<hr class="nextpage" />Hinweis: Dieser Zwischenruf ist als Leserbrief am 16.01.2010 in den DNN erschienen.</p>
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		<title>Man wird ja wohl mal etwas &#252;bersehen d&#252;rfen!</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2010/01/12/man-wird-etwas-uebersehen-duerfen/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 10:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[Freilich darf man das.
Manchmal muss man es sogar.
Meint Eduard Zetera.
Als Grund f&#252;r die zuletzt eingetretenen Verz&#246;gerungen beim Bau der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke wurden Planungsfehler beim Stra&#223;enbauamt angef&#252;hrt. Der in solchen Situationen reflexartig ge&#228;u&#223;erte Verdacht der Schlamperei in der Stadtverwaltung ist sicher nicht unbegr&#252;ndet, im vorliegenden Fall aber vielleicht eben doch eher unzutreffend. Warum?
Erinnern wir uns: Das Verwaltungsgericht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">Freilich darf man das.<br />
Manchmal muss man es sogar.<br />
Meint <span class="autor">Eduard Zetera</span>.</p>
<p>Als Grund f&#252;r die zuletzt eingetretenen Verz&#246;gerungen beim Bau der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke wurden Planungsfehler beim Stra&#223;enbauamt angef&#252;hrt. Der in solchen Situationen reflexartig ge&#228;u&#223;erte Verdacht der Schlamperei in der Stadtverwaltung ist sicher nicht unbegr&#252;ndet, im vorliegenden Fall aber vielleicht eben doch eher unzutreffend. Warum?</p>
<p>Erinnern wir uns: Das Verwaltungsgericht Dresden hatte am 30.10.2008 geurteilt, dass „der Planfeststellungsbeschluss zur Dresdner Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke von den Naturschutzverb&#228;nden nicht mit Erfolg angegriffen werden kann.“ Das Gericht vertrat die Auffassung, dass die Planfeststellungsbeh&#246;rde im Jahr 2004 korrekt zwischen den Alternativen Br&#252;cke und Elbtunnel abgewogen habe und der Br&#252;ckenbau auch unter Naturschutzaspekten tats&#228;chlich die Vorzugsvariante darstelle. Die Begr&#252;ndung &#252;berraschte seinerzeit besonders die Fachleute: Eine permanente Fl&#228;chen-Inanspruchnahme und Verl&#228;rmung der Elbauen durch ein Br&#252;ckenbauwerk sollte einer vor&#252;bergehenden Inanspruchnahme von Fl&#228;chen f&#252;r den Elbtunnelbau, welche sich danach wieder regenerieren k&#246;nnen, vorzuziehen sein? Nun, es scheint, wenn man Justitia die Augen nur fest genug verbindet, gelingt es der Dame, selbst derart Merkw&#252;rdiges zu erkennen. Zumindest in Dresden.</p>
<p>Sei’s drum – die Vertreter vierspuriger Verkehrsbauprojekte aus den Reihen von CDU und FDP waren auf einmal gr&#252;ner als die Gr&#252;nen und erkl&#228;ren den Umweltverb&#228;nden, wie man Naturschutz buchstabiert. Unsere Br&#252;ckenfreunde frohlockten im M&#228;rz 2009 auf ihrer Website:</p>
<blockquote><p>Seit mehr als einer Woche liegen nunmehr die Gr&#252;nde des Verwaltungsgerichtsgerichts zu seinem Urteil vom 30.10.2008 vor und es ist nicht verwunderlich, dass man von Seiten der Br&#252;ckengegner hierzu nichts h&#246;rt. Wir ver&#246;ffentlichen es an dieser Stelle. So kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, wie seri&#246;s die Aussagen derjenigen sind, die meinen, der Tunnel sei eine Alternative. Das Urteil des Verwaltungsgericht ist eindeutig: Die Umweltsch&#252;tzer wollen etwas, was aus Umweltschutzgr&#252;nden nicht geht! Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass irgendwann ein Peinlichkeitsstadium erreicht ist, das selbst die hartgesottensten Br&#252;ckengegner nicht erreichen wollen.</p></blockquote>
<p>Ein zentrales Argument in der Urteilsbegr&#252;ndung setzte den Hebel denn auch geschickt an folgender Stelle an: Der sog. LRT 3270 (der Lebensraumtyp „Fl&#252;sse mit Schlammb&#228;nken mit Pioniervegetation“ der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU) w&#252;rde nur im Falle eines Tunnelbaus erheblich in Anspruch genommen – wohingegen eine Elbbr&#252;cke engelsgleich vom Himmel einschwebt ohne auch nur im Mindesten Einfluss auf diesen – zweifellos sch&#252;tzenswerten – Lebensraumtyp zu nehmen.</p>
<p>Der Kreis schlie&#223;t sich, die Erkenntnisse der vergangenen Woche erscheinen in einem anderen Licht. In den DNN vom 07.01.2010 lesen wir vom Stra&#223;enbauamtsleiter:</p>
<blockquote><p>Koettnitz geht optimistisch an die Sache heran. „Der Eingriff betrifft das Flora-Fauna-Habitat 3270“, erkl&#228;rt er, gemeint sei Uferschlamm im Bereich der Flusslandschaft – Schlamm, der weggebaggert werden m&#252;sste, um das eine Ende der Strombr&#252;cke auf Pontons setzen zu k&#246;nnen. Es sei nur ein tempor&#228;rer Eingriff, so der Amtsleiter, &#8230;</p></blockquote>
<p>„Tempor&#228;re Eingriffe“ in den LRT 3270 sind also doch nicht so schlimm – solange es um den Br&#252;ckenbau geht. Weiter hei&#223;t es in den DNN zum „tempor&#228;ren Eingriff“:</p>
<blockquote><p>&#8230; und planbar gewesen sei er nicht. „Erst gab es den Planfeststellungsbeschluss und danach die Ausf&#252;hrungsplanung. Darin wurde das technische Konzept f&#252;r den Br&#252;ckenbau entwickelt“, erkl&#228;rt er.</p></blockquote>
<p>Demnach wurde erst bei der Ausf&#252;hrungsplanung f&#252;r den Br&#252;ckenbau festgestellt, dass es mit dem engelsgleichen Einfliegen von Br&#252;ckenteilen noch Probleme gibt. Also m&#252;ssen irdischere L&#246;sungen her. Die bedeuten aber, dass man auch beim Br&#252;ckenbau im Elbschlamm w&#252;hlen muss. In erheblichem Umfang. In einem Umfang, der vom Planfeststellungsbeschluss nicht erfasst wurde. Und von Justitia Dresdensis?</p>
<p>In den DNN schlie&#223;t der bereits zitierte Absatz mit der Aussage:</p>
<blockquote><p>Warum niemand auf die fehlende &#220;bereinstimmung mit dem Feststellungsbeschluss gesto&#223;en ist, kann er [Koettnitz] nicht erkl&#228;ren. „Da hat es Defizite gegeben“, r&#228;umt er ein.</p></blockquote>
<p>Das kann der Herr Koettnitz sich also nicht erkl&#228;ren. Dem Beobachter f&#228;llt es allemal schwer, da einfach nur an Schlamperei zu glauben.</p>
<p>Die Br&#252;ckenfreunde jedenfalls haben keinerlei Grund zur Klage. Sie werden genau mit den Ma&#223;st&#228;ben gemessen, die sie an andere anlegen. Es sieht ganz danach aus, dass sie einige Monate Zeit haben werden, um sich zu &#252;berlegen, wie sie den von ihnen selbst postulierten Anspr&#252;chen gerecht werden wollen. Noch ist keine Woche vergangen seit der Einstellung der Arbeiten im Uferbereich der Elbe. Schon jetzt ist aber klar, dass der Br&#252;ckenbau mehr als nur witterungsbedingt ins Stocken ger&#228;t. Wir warten gespannt auf das, was wir dazu auf der Website unserer Br&#252;ckenfreunde als Erkl&#228;rung lesen d&#252;rfen.</p>
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		<title>Pressemitteilung</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2010/01/09/pressemitteilung-34/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 21:49:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Vorw&#252;rfe des Sprechers der Dresdner CDU, Helfried Reuter, an die Adresse der sogenannten Br&#252;ckengegner sind sachlich falsch.
Der Gr&#252;nen Liga vorzuwerfen, sie w&#252;rde nur nach „Haaren in der Suppe suchen, bis man endlich etwas findet“, offenbart ein unsch&#246;nes Verh&#228;ltnis der Dresdner CDU zu Recht und Gesetz.
Die Verz&#246;gerung der geplanten Br&#252;ckenbogenmontage liegt urs&#228;chlich in den Planungsm&#228;ngeln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vorw&#252;rfe des Sprechers der Dresdner CDU, Helfried Reuter, an die Adresse der sogenannten Br&#252;ckengegner sind sachlich falsch.</p>
<p>Der Gr&#252;nen Liga vorzuwerfen, sie w&#252;rde nur nach „Haaren in der Suppe suchen, bis man endlich etwas findet“, offenbart ein unsch&#246;nes Verh&#228;ltnis der Dresdner CDU zu Recht und Gesetz.</p>
<p>Die Verz&#246;gerung der geplanten Br&#252;ckenbogenmontage liegt urs&#228;chlich in den Planungsm&#228;ngeln der Stadt begr&#252;ndet und nicht im Verschulden der Gr&#252;nen Liga, die auf diesen Mangel nur hingewiesen hat.</p>
<p>Hier werden Ursache und Wirkung bewusst vertauscht, um die gravierenden Fehler des Stra&#223;en- und Tiefbauamtes, welches durch Herren Koettnitz gef&#252;hrt wird, zu &#252;berspielen.</p>
<p>Die Aufgabe der Umweltverb&#228;nde innerhalb eines Rechtsstaates ist es, die Belange von Natur- und Umweltschutz aktiv zu vertreten. Nichts anderes tun sie. Das Netzwerk Welterbebewegung Dresden und die Gr&#252;ne Fraktion wird sie mit aller Kraft bei den anstehenden Verhandlungen vor dem OVG Bautzen unterst&#252;tzen.</p>
<p>Thomas L&#246;ser, Stadtrat und Vorsitzender des Vereins B&#252;rgerbegehren Welterbe erhalten, kommentiert: „Selbst wenn dieses Bauwerk jemals fertig gestellt wird, bleibt es ein dauerhaftes Denkmal f&#252;r planerische Unf&#228;higkeit, politisches Versagen und schlichte Banalit&#228;t inmitten eines ehemaligen Welterbegebietes der Menschheit.“</p>
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		<title>Literaturempfehlung</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/12/22/literaturempfehlung/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 10:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[von Johannes Hellmich
Einen ganz anderen Zugang zur deutschen Vereinigung findet F. C. Delius mit seiner Erz&#228;hlung „Die Birnen von Ribbeck“. Der Birnbaum aus Fontanes ber&#252;hmter Ballade wird Ausgangspunkt f&#252;r den atemlosen Monolog eines brandenburgischen Bauern. Nach vielfachen Br&#252;chen in seinem Leben versucht er sich im wiedervereinigten Deutschland zurechtzufinden. Gegen Versuche, Erinnerung zu begradigen, abzurei&#223;en, unterzupfl&#252;gen, zu vermarkten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">von <span class="autor">Johannes Hellmich</span></p>
<p>Einen ganz anderen Zugang zur deutschen Vereinigung findet F. C. Delius mit seiner Erz&#228;hlung „Die Birnen von Ribbeck“. Der Birnbaum aus Fontanes ber&#252;hmter Ballade wird Ausgangspunkt f&#252;r den atemlosen Monolog eines brandenburgischen Bauern. Nach vielfachen Br&#252;chen in seinem Leben versucht er sich im wiedervereinigten Deutschland zurechtzufinden. Gegen Versuche, Erinnerung zu begradigen, abzurei&#223;en, unterzupfl&#252;gen, zu vermarkten, setzt er sich verzweifelt zur Wehr. Dieses Buch hat bereits seine 9. Auflage erlebt und ist so aktuell wie 1990 ff.</p>
<p style="margin-left: 3em">Friedrich Christian Delius<br />
<em>Die Birnen von Ribbeck</em><br />
Rowohlt Verlag<br />
Taschenbuch, 80 Seiten<br />
ISBN 978-3-499-13251-3<br />
EUR 4,95</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Petition f&#252;r Baumschutz in Sachsen</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/12/22/baumschutz-petition/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 10:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktion]]></category>

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		<description><![CDATA[ein Aufruf der
Gr&#252;nen Liga Sachsen e.V.
Sehr geehrte Damen und Herren,
die S&#228;chsische Staatsregierung plant, den Baumschutz in den St&#228;dten und Gemeinden per Gesetz abzubauen.
Die Gr&#252;ne Liga engagiert sich in vielf&#228;ltigen Projekten f&#252;r den Erhalt einer lebenswerten Umwelt. Insbesondere B&#228;ume pr&#228;gen das Orts- und Landschaftsbild, tragen zum Klimaschutz bei und verbessern die Lebensqualit&#228;t.
Wie es ist, wenn B&#228;ume [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">ein Aufruf der<br />
<span class="autor">Gr&#252;nen Liga Sachsen e.V.</span></p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>die S&#228;chsische Staatsregierung plant, den Baumschutz in den St&#228;dten und Gemeinden per Gesetz abzubauen.</p>
<p>Die Gr&#252;ne Liga engagiert sich in vielf&#228;ltigen Projekten f&#252;r den Erhalt einer lebenswerten Umwelt. Insbesondere B&#228;ume pr&#228;gen das Orts- und Landschaftsbild, tragen zum Klimaschutz bei und verbessern die Lebensqualit&#228;t.</p>
<p>Wie es ist, wenn B&#228;ume r&#252;cksichtslos gef&#228;llt werden, mussten wir erleben, als der gesamte Baumbestand auf den Zubringerstra&#223;en zur Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke abges&#228;gt wurde. Jetzt soll der Schutz von B&#228;umen auf Wohngrundst&#252;cken ersatzlos gestrichen werden.</p>
<p>Das geplante Gesetz soll bereits im April 2010 in Kraft treten – darum ist h&#246;chste Eile geboten! Wir m&#246;chten 10.000 Unterschriften gegen die Gesetzesinitiative von CDU und FDP sammeln und dem S&#228;chsischen Landtag &#252;bergeben.</p>
<p>Bitte informieren Sie sich und unterzeichnen Sie die Petition „F&#252;r die Beibehaltung der Baumschutzsatzungen“ auf unserer Internetseite <a target="_blank" href="http://www.baumschutz-petition.de/">www.baumschutz-petition.de</a>.</p>
<p>Vielen Dank.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en<br />
und den besten W&#252;nschen<br />
f&#252;r eine frohe Weihnachtszeit</p>
<p>Gr&#252;ne Liga Sachsen e.V.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/12/22/baumschutz-petition/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Warum Helmut Kohl nicht Ehrenb&#252;rger unserer Stadt werden sollte</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/12/19/warum-helmut-kohl/</link>
		<comments>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/12/19/warum-helmut-kohl/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 21:20:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/12/19/warum-helmut-kohl-nicht-ehrenbuerger-unserer-stadt-werden-sollte/</guid>
		<description><![CDATA[von Johannes Hellmich
Arnold Vaatz macht wieder einmal von sich reden. Wenn nicht die Demokratie in Gefahr ist, wie er sie versteht, wenn keine UNESCO-Diktatur droht und die gema&#223;regelten totalit&#228;ren Eliten folgsam schweigen, muss es um mehr gehen. In seiner Partei w&#228;chst das Bed&#252;rfnis nach sichtbaren Zeichen ihrer langanhaltenden Macht. Eben erst haben sich die Protagonisten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">von <span class="autor">Johannes Hellmich</span></p>
<p>Arnold Vaatz macht wieder einmal von sich reden. Wenn nicht die Demokratie in Gefahr ist, wie er sie versteht, wenn keine UNESCO-Diktatur droht und die gema&#223;regelten totalit&#228;ren Eliten folgsam schweigen, muss es um mehr gehen. In seiner Partei w&#228;chst das Bed&#252;rfnis nach sichtbaren Zeichen ihrer langanhaltenden Macht. Eben erst haben sich die Protagonisten der Unionsherrschaft s&#228;chsische Verdienstorden zugeteilt, den ber&#252;hmten Dankesorden wird demn&#228;chst Kurt Biedenkopf bekommen. Auch die geplante Ehrenb&#252;rgerschaft Kohls geh&#246;rt zum Wunsch nach Etikettierung politischen Erbes, wie wir sie aus vorangegangenen Systemen zur Gen&#252;ge kennen. Eine schwache Opposition soll ebenso wie die ungefragten Dresdner die neu erwachte Begeisterung der Union f&#252;r Symbolik unterst&#252;tzen. Dagegen gibt es Widerstand.</p>
<p>F&#252;r einen Polarisierer wie Arnold Vaatz reduziert sich Demokratie auf den Kampf um Mehrheiten. Einvernehmliche L&#246;sungen im Interesse aller sind nicht seine Sache. Seine Meinungsf&#252;hrerschaft in der s&#228;chsischen Union beruht auf ideologischer Abgrenzung und einfachen Freund-Feind-Schemata. Wie kein anderer hat er die demokratische Kultur in Dresden nachhaltig besch&#228;digt. Wie kein anderer ist seine Vita mit dem Selbstverst&#228;ndnis der s&#228;chsischen Union verkn&#252;pft. F&#252;r sie hat er sich in gewisser Weise geopfert: Aus dem geh&#228;tschelten Enfant terrible der Konservativen ist ein geifernder Wiederg&#228;nger McCarthys geworden, der geistigem Leerlauf und Machtembolie seiner Partei nun mit einer Flucht ins Historische entkommen will. Der ehemalige Hoffnungstr&#228;ger k&#228;mpft damit auch um sein politisches Verm&#228;chtnis. Helfen soll ihm kein Geringerer als Helmut Kohl. Es trifft sich gut, dass auch der Altkanzler die Dem&#252;tigung kennt, wenn alle Verdienste pl&#246;tzlich nichts mehr gelten sollen, wenn das eigene Lebenswerk zur Beute von Abrechnern und journalistischer Resteverwertung wird. Auch Vaatz ist bundespolitisch inzwischen ohne Bedeutung. Die Gelegenheit der Wende- und Einheitsfeierlichkeiten ist f&#252;r eine R&#252;ckmeldung g&#252;nstig, Helmut Kohl vermutlich &#252;ber jede Zuwendung erfreut. F&#252;r eigene Geschichtsverkl&#228;rung kann Kohl seinerseits auch Vaatz gebrauchen. Dresden soll f&#252;r diese Notgemeinschaft zur Kulisse werden. Wie so oft bei Vaatz, mischen sich Wahrheit und L&#252;ge hinter scheinbar klarer Ansage auf kaum entwirrbare Weise. Denn er hat ein Problem: Jene Partei, die sich als Bringerin der deutschen Einheit sieht, ist zugleich die Partei der deutschen Teilung. Vierzig Jahre Unfreiheit wurden m&#246;glich, weil Kohls &#220;bervater das Hemd n&#228;her war als die Jacke.</p>
<p>Das Jawort zur deutschen Einheit gaben sich Volk und Kanzler im Dezember 89 an der Frauenkirche zweifelsohne. F&#252;r Kohl d&#252;rfte die jubelnde Menge emotionaler H&#246;hepunkt seines politischen Comebacks gewesen sein. Die Dresdner verabschiedeten an jenem Abend einen entgeisterten Hans Modrow zusammen mit seinem Traum von der erneuerten DDR und w&#228;hlten Kohl per Akklamation. Der Rest war Formsache. Nach christdemokratischer Lesart begann bekannterma&#223;en mit der Einheit ein gewaltiges Aufbauwerk, das in Dresden nun seinen Schlussstein erhalten soll – die Verleihung der Ehrenb&#252;rgerw&#252;rde an den Altkanzler. Vaatz hat recht: An jenem 19. Dezember wurde Geschichte geschrieben. Aber welche?</p>
<p>Sicher: Die Einheit, die f&#252;r die meisten anwesenden Dresdner weniger eine nationale Frage war, als eher eine Hoffnung auf Grundrechte, Wohlstand und nationale Anerkennung, wurde selbstverst&#228;ndlich von der CDU erwartet. Lafontaine wurde als Bremser wahrgenommen; f&#252;r die gesamte Linke im Westen war nach den Ostvertr&#228;gen und Helsinki eine Wiedervereinigung kein Thema mehr. So machten uns das die Medien glauben. Der durchaus erfolgreiche sozialliberale Kurs eines Wandels durch Ann&#228;herung war 1989 bereits vergessen. Interessant ist, dass die dahinter vermutete vaterl&#228;ndische Unzuverl&#228;ssigkeit der Linken in der neuesten deutschen Geschichte durchaus vielschichtig und sehr eng an die jeweilige politische Situation gekoppelt war, in gleicher Weise wie die Vaterlandsliebe der Konservativen. W&#228;hrend die Linke besonders nach dem Zusammenbruch des 3. Reiches patriotische Verantwortung wahr nahm, entdeckten die Konservativen ihre Vaterlandsliebe erst seit den siebziger Jahren (praktischerweise, als die von ihnen herbeigef&#252;hrte Zweistaatlichkeit scheinbar unumkehrbar geworden war). In der Einheitseuphorie der Nachwendezeit wird gern &#252;bersehen: Reale Chancen auf ein neutrales, entmilitarisiertes Deutschland, das die Kriegslasten gemeinsam tragen w&#252;rde, hat es bis wenigstens 1952 gegeben. Es waren Konservative, die ihre Schwestern und Br&#252;der im Osten der sowjetischen F&#252;rsorge und Experimentierfreude &#252;berlie&#223;en. Einheit in Freiheit lautete deshalb etwas euphemistisch die vaterl&#228;ndische Lebensl&#252;ge der CDU.</p>
<p>Helmut Kohl hat im besten Fall eine historische Gelegenheit genutzt, einen Verrat mit schrecklichen Folgen zu korrigieren. Mit historischer Wahrheit hat die Wiedervereinigungslyrik der s&#228;chsischen Union wenig zu tun. Genausowenig die Einheit selbst mit dem erl&#246;senden Sturz des SED-Regimes und dem Aufbruch in eine Demokratie, die gerade durch das autokratische Herrschaftsgebahren der Union l&#228;ngst zur Karikatur verzerrt ist. Selbstredend gab es zur deutschen Einheit keine Alternative. Es ist zweifellos ein Verdienst Kohls, das klar erkannt zu haben. Ob der &#252;berst&#252;rzte Beitritt die richtige L&#246;sung der deutschen Frage war, ist heute fraglicher denn je.</p>
<p>Die W&#252;rdigung der deutschen Einheit bleibt zuerst eine nationale Angelegenheit. Das Kriterium f&#252;r die Ehrenb&#252;rgerw&#252;rde Dresden muss lauten, ob sich der zu Ehrende in besonderer Weise um unsere Stadt verdient gemacht hat. Politisch motivierte Ehrungen, die historischer Neubewertung ausgesetzt sein k&#246;nnen, schaden der Ehrung selbst. Es w&#228;re wichtiger, den Frieden in der Stadt wiederherzustellen, statt weitere Gr&#228;ben an anderer Stelle aufzurei&#223;en.</p>
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Hinweis: Zum &bdquo;Weiterlesen&ldquo; folgen Sie bitte unserer <a href="http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/12/22/literaturempfehlung/">Literaturempfehlung</a>.</p>
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		<title>Ehre, wem Ehre geb&#252;hrt</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 21:10:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[von Eduard Zetera
Wussten Sie, dass Kofi Annan, ehem. UN-Generalsekret&#228;r, Ehrendoktor der TU Dresden ist? Wenn das vielen nicht bewusst ist, wird das auch daran liegen, dass zwischen der wirtschaftswissenschaftlichen Fakult&#228;t der TU Dresden, welche diese Ehrung im Jahr 1999 anregte, und Dr. Dr. Dr. [&#8230; insgesamt 22 mal &#8230;] Dr. Kofi Atta Annan nur insofern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">von <span class="autor">Eduard Zetera</span></p>
<p>Wussten Sie, dass Kofi Annan, ehem. UN-Generalsekret&#228;r, Ehrendoktor der TU Dresden ist? Wenn das vielen nicht bewusst ist, wird das auch daran liegen, dass zwischen der wirtschaftswissenschaftlichen Fakult&#228;t der TU Dresden, welche diese Ehrung im Jahr 1999 anregte, und Dr. Dr. Dr. [&#8230; insgesamt 22 mal &#8230;] Dr. Kofi Atta Annan nur insofern eine Beziehung besteht, als dass er in den USA seinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften erlangt und an der Sloan School of Management des MIT seinen MBA gemacht hat. Der Umstand, dass ihm 18 seiner 22 Doktortitel innerhalb seiner Amtszeit als UN-Generalsekret&#228;r von 1997 bis 2006 verliehen wurden, legt die Vermutung nahe, dass weniger Kofi Annan mit der Doktorw&#252;rde geehrt werden sollte, als dass die verleihenden Institutionen danach trachteten, sich mit dem Namen des UN-Generalsekret&#228;rs zu schm&#252;cken. Eitelkeit pur. Wenn die TU Dresden auf eines stolz sein kann, dann vielleicht darauf, dass sie mit Platz 4 in der Titelliste zu denen z&#228;hlt, die diese M&#246;glichkeit recht fr&#252;h erkannten.</p>
<p>Einen ganz &#228;hnlich gelagerten Fall erleben wir dieser Tage wieder: Der SZ vom 18.12.2009 entnehmen wir, dass unser Dresdner Alt-Revoluzzer Arnold Vaatz vorschl&#228;gt, Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl die Ehrenb&#252;rgerschaft Dresdens angedeihen zu lassen. Er begr&#252;ndet das damit, dass „der Auftritt des Bundeskanzlers in Dresden [am 19.12.1989 vor Zehntausenden auf dem Neumarkt] zu den Momenten des Jahres 1989 [z&#228;hlt], die die Revolution unumkehrbar machten.“ Dass dieser Auftritt zu den wichtigen Ereignissen der Wendezeit geh&#246;rt, ist unumstritten – wohl auch, weil er den Punkt markiert, an dem sich der Ruf „Wir sind das Volk!“ in die Formel „Wir sind ein Volk!“ wandelte.</p>
<p>Warum Helmut Kohl gerade Dresden f&#252;r seinen Auftritt w&#228;hlte, kann man nur vermuten. Es hei&#223;t, dass der Kontakt zu Hans Modrow (bis dahin Erster Sekret&#228;r der Dresdner Bezirksleitung der SED und seit dem 13.11.1989 als Vorsitzender des Ministerrates der DDR eine Art Kronprinz auf Abruf) den Ausschlag gab. Jedenfalls wird es kaum daran gelegen haben, dass Dresden als Hochburg des ostdeutschen Widerstandes galt: Die Leipziger hatten bereits am 04.09.1989 mit 1.200 Teilnehmern ihre Montagsdemonstrationen begonnen und z&#228;hlten ab dem 16.10.1989 jede Woche weit &#252;ber 100.000 Teilnehmer. In das Dresdner „Tal der Ahnungslosen“ kam erst Bewegung, als am 04.10.1989 die Z&#252;ge mit den Prager Botschafts-Fl&#252;chtlingen durch den Hauptbahnhof fuhren und sich ca. 5.000 Menschen vor und im Bahnhof versammelten. Die Alexanderplatz-Demonstration am 04.11.1989 in Berlin hatte 500.000 Teilnehmer.</p>
<p>Von B&#228;rbel Bohley, die bei der Alexanderplatz-Demonstration in der N&#228;he von Markus Wolf stand, stammt &#252;brigens das Zitat:</p>
<blockquote><p>Als ich sah, da&#223; seine H&#228;nde zitterten, weil die Leute gepfiffen haben, da sagte ich zu Jens Reich: So, jetzt k&#246;nnen wir gehen, jetzt ist alles gelaufen. Die Revolution ist unumkehrbar.</p></blockquote>
<p>So viel vielleicht zur Frage, wer wann wo die Revolution unumkehrbar machte. Arnold Vaatz war es schon mal nicht. Und Helmut Kohl? Das ist <a href="http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/12/19/warum-helmut-kohl/">ein anderes Thema &#8230;</a></p>
<p>Was ist es denn nun, das die Beziehung des Kanzlers der Einheit zu Dresden derart auszeichnet, dass er Ehrenb&#252;rger Dresdens werden sollte? Seine Verdienste um die Wiedervereinigung d&#252;rften es kaum sein – diese w&#252;rden ihn per se f&#252;r die Ehrenb&#252;rgerschaft aber auch jeder Gemeinde Neuf&#252;nflands qualifizieren. Oder geht es im Grunde gar nicht um Helmut Kohl, sondern vielmehr um das Wahrnehmungsdefizit des Herrn Vaatz? Der Umstand, dass das Thema unter politischen Rahmenbedingungen, die den Vorsto&#223; aussichtslos erscheinen lassen, unmittelbar vor dem 20. Jahrestag des denkw&#252;rdigen Ereignisses (welcher sich als Termin f&#252;r die Verleihung angeboten h&#228;tte) durch die Presse geht, vermittelt den Eindruck einer medialen Verzweiflungstat.</p>
<p>Und noch eines sollten wir nicht &#252;bersehen: Um die Gesundheit von Helmut Kohl ist es derzeit beileibe nicht zum Besten bestellt. Von daher verbietet sich im Augenblick jeder Versuch, seine Person – selbst in allerbester Absicht – ins Rampenlicht zu zerren. Und wenn das aus purer Eitelkeit geschieht, dann ist es einfach nur noch widerw&#228;rtig.</p>
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		<title>Hilbert(t)r&#228;ume</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 22:19:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[Eduard Zetera
liest einmal etwas aufmerksamer
Sprache ist mehr als Blut.
Franz Rosenzweig
In der SZ vom 09.12.2009 finden wir unter der &#220;berschrift „Umweltzone ist bei Dresdnern heftig umstritten“ folgende Passage:
Dresden droht die Umweltzone, nachdem in diesem Jahr die zul&#228;ssigen Grenzwerte f&#252;r Feinstaub und Stickoxid &#252;berschritten wurden. An zahlreichen Stra&#223;en ist die Luft so verschmutzt, dass es die Gesundheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor"><span class="autor">Eduard Zetera</span><br />
liest einmal etwas aufmerksamer</p>
<blockquote><p>Sprache ist mehr als Blut.<br />
<span class="autor">Franz Rosenzweig</span></p></blockquote>
<p>In der SZ vom 09.12.2009 finden wir unter der &#220;berschrift „Umweltzone ist bei Dresdnern heftig umstritten“ folgende Passage:</p>
<blockquote><p>Dresden droht die Umweltzone, nachdem in diesem Jahr die zul&#228;ssigen Grenzwerte f&#252;r Feinstaub und Stickoxid &#252;berschritten wurden. An zahlreichen Stra&#223;en ist die Luft so verschmutzt, dass es die Gesundheit der Anwohner gef&#228;hrdet. Umweltb&#252;rgermeister Dirk Hilbert (FDP) k&#252;ndigte an, keinesfalls bequemes Autofahren der Gesundheit vorzuziehen.</p></blockquote>
<p>Das klingt ein wenig so, als ob Dirk Hilbert f&#252;r den Fall, dass im Jahr 2011 die Luft gesundheitsgef&#228;hrdend <em>w&#228;re</em>, das bequeme Autofahren einschr&#228;nken <em>w&#252;rde</em> (das ist Konjunktiv II). Nun formuliert aber schon die SZ bereits: „&#8230; nachdem in diesem Jahr die zul&#228;ssigen Grenzwerte &#8230; &#252;berschritten <em>wurden</em> [im Pr&#228;teritum].“ Das hei&#223;t aber (als Konjunktiv II im Plusquamperfekt, d.h. <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungssatz">Irrealis der Vergangenheit</a>): Wenn Dirk Hilbert tats&#228;chlich um unser aller Gesundheit besorgt <em>w&#228;re</em>, dann <em>m&#252;sste</em> er das bequeme Autofahren l&#228;ngst eingeschr&#228;nkt haben. Hat er aber nicht.</p>
<p>Wie kommt es nun bei Dirk Hilbert zu einer derart verz&#246;gerten Wahrnehmung? Ganz einfach: Die EU gibt Grenzwerte vor, die Dirk Hilbert ab 2011 schlicht nicht mehr ignorieren darf. Aber eben erst ab 2011.</p>
<p>Bereits zwei Tage zuvor hatten wir in der SZ zur gleichen Thematik gelesen: „Der Umweltamtschef geht davon aus, dass die neuen Zahlen zwingend ab 2011 zur Umweltzone f&#252;hren.“ Gleichwohl hat Dirk Hilbert schon ein Konzept entwickelt, mit dem er die von ihm gepflegte Realit&#228;tsverweigerung noch ein wenig &#252;ber die Zeit retten kann. Staunend lesen wir denn auch an der oben zitierten Stelle in der SZ weiter:</p>
<blockquote><p>Au&#223;erdem will er [Dirk Hilbert] Dresden als Modellregion f&#252;r Elektroautos voranbringen.</p></blockquote>
<p>Das klingt aus seinem Munde zun&#228;chst einmal angemessen, schlie&#223;lich hat er als kleiner Wirtschaftsminister die Aufgabe, Optimismus und Visionen zu verbreiten. Vielleicht h&#228;lt er es ja auch mit Roman Herzog, der in seiner bekannten Ruck-Rede formulierte: „Visionen sind nichts anderes als Strategien des Handelns. Das ist es, was sie von Utopien unterscheidet.“ – Allerdings f&#228;llt die Hilbertsche Vision von der „Modellregion f&#252;r Elektroautos“ derart unvermittelt vom Himmel, dass wir diesen Vorschlag etwa so ernst nehmen d&#252;rfen wie die Bem&#252;hungen seiner Berliner Parteifreunde, die maroden Staatsfinanzen mithilfe eines fiskalischen Perpetuum Mobile (Steuer<em>senkungen</em>) zu sanieren. Daher raten wir Dirk Hilbert, besser auf Helmut Schmidt zu h&#246;ren: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“</p>
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		<title>Zur Sanierung des Kulturpalastes</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 11:36:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[von Eduard Zetera
Dresdens Erben e.V. haben eine fundierte Stellungnahme (pdf-Datei, 33 kB) zur aktuellen Diskussion &#252;ber den Umbau des Kulturpalasts erarbeitet. Sie beginnt mit den Worten
Dem Stadtratsbeschluss zum Umbau des Kulturpalastes vom Juli 2008 lag unserer Auffassung nach kein ausreichender Abw&#228;gungsprozess zugrunde. Zu diesem Schluss kommen wir, obwohl wir wissen, dass ihm eine Vielzahl von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">von <span class="autor">Eduard Zetera</span></p>
<p>Dresdens Erben e.V. haben <a target='_blank' href="http://tunnel.momocat.de/Quellen/Texte/20091210_DresdensErben_SanierungKulturpalast.pdf">eine fundierte Stellungnahme</a> (pdf-Datei, 33 kB) zur aktuellen Diskussion &#252;ber den Umbau des Kulturpalasts erarbeitet. Sie beginnt mit den Worten</p>
<blockquote><p>Dem Stadtratsbeschluss zum Umbau des Kulturpalastes vom Juli 2008 lag unserer Auffassung nach kein ausreichender Abw&#228;gungsprozess zugrunde. Zu diesem Schluss kommen wir, obwohl wir wissen, dass ihm eine Vielzahl von Untersuchungen vorausging. Doch ein wesentlicher – wir meinen – ein entscheidender Aspekt hat keine Ber&#252;cksichtigung gefunden: der Denkmalwert des Geb&#228;udes, der sich nicht zuletzt mit seiner identit&#228;tsstiftenden multifunktionalen Nutzung verbindet.</p></blockquote>
<p>und kommt zu dem Schluss</p>
<blockquote><p>All das bedenkend, sehen wir in der Sanierung des Kulturpalastes in seinem Bestand einen jetzt zu vollziehenden, einzig vern&#252;nftigen ersten Schritt. Um der Philharmonie gute Bedingungen zu bieten, w&#228;re der Saal akustisch zu ert&#252;chtigen. &#8230;</p>
<p>Generell ist ein behutsamer Umgang mit dem Baudenkmal geboten. Die Geschichte der Denkmalpflege kennt gen&#252;gend Beispiele einer Tot-Sanierung. Die Bef&#252;rchtungen vieler Dresdner, es k&#246;nnte der Kulturpalast – angesichts der immer h&#246;her angesetzten Sanierungskosten – bis zur Unkenntlichkeit ver&#228;ndert werden, haben ihre Berechtigung.</p></blockquote>
<p>Das Papier wird einer ganzen Reihe von politischen Akteuren &#252;berhaupt nicht in den Kram passen. Angetrieben von mehr oder minder egoistischen Motiven versuchen sie gerade wieder mit Nachdruck, die &#246;ffentliche Meinung zum Umbau des Kulturpalastes in die eine oder andere Ecke zu treiben. Doch nicht nur das macht diese Stellungnahme brisant. Sie ist ein weiteres Beispiel f&#252;r das Versagen des amtlichen Denkmalschutzes: Zum Bau der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke vollzog er seinerzeit einen eigent&#252;mlichen Sinneswandel, &#252;ber dessen Ursachen nur Vermutungen angestellt werden k&#246;nnen und der bis heute weder nachvollziehbar begr&#252;ndet noch wirklich &#246;ffentlich diskutiert wurde. Hinsichtlich der Sanierung der Albertbr&#252;cke ist die Meinung der amtlichen Denkmalsch&#252;tzer offensichtlich irrelevant. Sie beteuern, ja ohnehin in der Sache keinerlei Vetorecht zu besitzen. Und wo und wann haben wir ihre Stimme gleich noch mal zum Thema Kulturpalast geh&#246;rt? Ist uns da etwas entgangen?</p>
<p>Wenn es denn also an den B&#252;rgern selbst ist, das F&#228;hnchen des Denkmalschutzes in Dresden hoch zu halten, dann bedeutet das zweierlei:</p>
<ul class="quellen">
<li>Sie haben erkannt: Wenn sie sich um die Geschicke ihrer Heimatstadt sorgen, dann m&#252;ssen sie diese auch selbst in die Hand nehmen. Das tun sie, auch wenn es einigen ihrer gew&#228;hlten Vertreter nicht eben gelegen kommt. Aber genau so funktioniert Demokratie: Wenn die B&#252;rger am Wahltag ihre Stimme abgeben, hei&#223;t das noch lange nicht, dass sie keine mehr haben.
<p class="dummy">Das ist die gute Nachricht.</p>
</li>
<li>Der amtliche Denkmalschutz &#252;bernimmt in Dresden eine fragw&#252;rdige Rolle: Er darf Bauvorhaben seinen Segen erteilen und wenn er das bei irrwitzigen Bau- oder Verkehrsbau-Vorhaben mal nicht will, dann wird er kalt gestellt.
<p class="dummy">Das Dresdner Amt f&#252;r Kultur und Denkmalschutz geh&#246;rt zum Gesch&#228;ftsbereich des Beigeordneten f&#252;r Kultur, Ralf Lunau, und ist damit der Oberb&#252;rgermeisterin unterstellt. Das Landesamt f&#252;r Denkmalpflege geh&#246;rt zum Gesch&#228;ftsbereich des S&#228;chsischen Staatsminister des Innern, Markus Ulbig. Durch diese Unterstellungsverh&#228;ltnisse wird ein unabh&#228;ngiges, nur an der Sache orientiertes Handeln beider &#196;mter zuverl&#228;ssig verhindert, soweit die Gefahr besteht, dass sie den politischen Akteuren in die Quere kommen. Wenn die Landeshauptstadt und der Freistaat dennoch ihren Beh&#246;rdenapparat mit derartigen &#196;mtern garnieren, dann nur aus einem Grund: Sie werden als Feigenblatt gebraucht.</p>
<p class="dummy">Das ist die schlechte Nachricht.</p>
</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schuld sind immer die anderen</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/12/10/schuld-sind-die-anderen/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 09:10:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/12/10/schuld-sind-immer-die-anderen/</guid>
		<description><![CDATA[meint Eduard Zetera
Nachdem im Umfeld der Albertbr&#252;cke – nicht wirklich &#252;berraschend; vielleicht sogar gewollt – die Verkehrssituation eskaliert, l&#228;uft die lokalpolitische Schuldzuweisungsmaschine wieder einmal auf Hochtouren.
Interessant daran ist vor allem, wen es dieses mal trifft:
Zun&#228;chst einmal nat&#252;rlich die &#252;blichen Verd&#228;chtigen: die gr&#252;nen Fortschrittsverhinderer, welche zwar keine vorgeblich bedrohten Lurche oder Flederm&#228;use aus dem Hut zaubern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">meint <span class="autor">Eduard Zetera</span></p>
<p>Nachdem im Umfeld der Albertbr&#252;cke – nicht wirklich &#252;berraschend; vielleicht sogar gewollt – die Verkehrssituation eskaliert, l&#228;uft die lokalpolitische Schuldzuweisungsmaschine wieder einmal auf Hochtouren.</p>
<p>Interessant daran ist vor allem, wen es dieses mal trifft:</p>
<p>Zun&#228;chst einmal nat&#252;rlich die &#252;blichen Verd&#228;chtigen: die gr&#252;nen Fortschrittsverhinderer, welche zwar keine vorgeblich bedrohten Lurche oder Flederm&#228;use aus dem Hut zaubern, es aber zumindest wagen, die Notwendigkeit eines &#252;berbreiten Ausbaus der Albertbr&#252;cke in Zweifel zu ziehen.</p>
<p>Neben den Gr&#252;nen hat sich CDU-Stadtrat Hans-Joachim Brauns noch einen weiteren Beteiligten als Sandsack zurechtger&#252;ckt, um sich daran abzuarbeiten: den b&#246;sen, b&#246;sen Denkmalschutz. Dass der gar nicht als Verhinderer taugt, weil er (wie wir beispielsweise gesehen haben) bei der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke schlicht umgedreht und beim Kulturpalast einfach kaltgestellt wurde und bei der Albertbr&#252;cke (nach eigenem Bekunden) gar kein Vetorecht hat, k&#252;mmert Herrn Brauns wenig, solange er erst einmal jemanden zum Draufhauen hat. Nicht nur die Art, wie er in SZ und DNN um sich schl&#228;gt, sondern auch der Umstand, dass sein kleiner Sekundant im S&#228;chsischen Boten wieder anf&#228;ngt herumzugeifern, deutet an, dass Herr Brauns einen leicht erh&#246;hten Rechtfertigungsdruck versp&#252;rt.</p>
<p>Und diesen Rechtfertigungsdruck versp&#252;rt Hans-Joachim Brauns – seines Zeichens baupolitischer Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion – zurecht: Er wirft anderen, die eine Verbreiterung der Albertbr&#252;cke um beidseitig 1,80 Meter f&#252;r bedenklich und/oder unn&#246;tig halten, Verhinderungstaktik vor. Er selbst ist aber nicht bereit, von der Forderung nach einer derartigen Verbreiterung auch nur einen Millimeter abzur&#252;cken. Die Begr&#252;ndung ihrer Notwendigkeit ist er bislang schuldig geblieben und nun hofft er darauf, dass der durch jahrelange, bewusste Unt&#228;tigkeit k&#252;nstlich herbeigef&#252;hrte Stau ihm die notwendigen Argumente nachliefert.</p>
<p>Die augenblickliche Situation um die Albertbr&#252;cke sollte &#252;ber folgendes nicht hinwegt&#228;uschen:</p>
<ul class="quellen">
<li>Die Albertbr&#252;cke war bislang grunds&#228;tzlich breit genug f&#252;r das anstehende Verkehrsaufkommen.</li>
<li>Die Stra&#223;enanbindungen auf beiden Seiten der Albertbr&#252;cke k&#246;nnen gar nicht so weit ausgebaut werden, um ein wesentlich gr&#246;&#223;eres Verkehrsaufkommen aufzunehmen.</li>
<li>Die Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke, so wurde uns vorgerechnet, soll gerade der Albertbr&#252;cke die gr&#246;&#223;te Entlastung bescheren.</li>
<li>Alle Notwendigkeiten werden, wenn &#252;berhaupt, mit Daten aus einem Verkehrskonzept von 1994 begr&#252;ndet. Das ist schlicht l&#228;cherlich.</li>
</ul>
<p>Jenseits der Diskussion um den Ausbau der Albertbr&#252;cke sollten wir uns schon einmal darauf einstellen, dass der Verkehr auf ihrer Neust&#228;dter Seite geradewegs in ein Stadtgebiet geleitet wird, dessen Bewohner ab 2011 von der EU eine Handhabe erhalten, ihr eigenes Recht auf saubere Atemluft gegen das Recht anderer auf automobile Freiheit durchzusetzen. Und das werden sie auch tun.</p>
<p>Mit Stau ist es dann erst einmal vorbei. Wenn sich dann aber die Dresdner in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschr&#228;nkt f&#252;hlen, wird es nicht etwa an der automobilfixierten st&#228;dtischen Verkehrs- bzw. freistaatlichen F&#246;rderpolitik Brauns’scher Couleur liegen, welche andere Verkehrstr&#228;ger systematisch vernachl&#228;ssigt wenn nicht gar behindert. – Nein, schuld ist dann allein die b&#246;se, b&#246;se EU.</p>
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		<title>Filmtheater Metropolis schlie&#223;t zum Jahresende</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 19:42:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Information]]></category>

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		<description><![CDATA[Pressemitteilung von
Metropolis Film Dresden
Die Bauarbeiten an der Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke kosten Dresden nicht nur den Titel Weltkulturerbe sondern jetzt auch ein St&#252;ck Kinokultur.
W&#228;hrend in den vergangenen Jahren im Metropolis durchschnittlich 150.000 Besucher zu Gast waren, werden es in diesem Jahr nur 90.000 sein. Unter diesen Umst&#228;nden ist ein wirtschaftlicher Betrieb des Hauses nicht mehr m&#246;glich. Deshalb hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">Pressemitteilung von<br />
Metropolis Film Dresden</p>
<p>Die Bauarbeiten an der Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke kosten Dresden nicht nur den Titel Weltkulturerbe sondern jetzt auch ein St&#252;ck Kinokultur.</p>
<p>W&#228;hrend in den vergangenen Jahren im Metropolis durchschnittlich 150.000 Besucher zu Gast waren, werden es in diesem Jahr nur 90.000 sein. Unter diesen Umst&#228;nden ist ein wirtschaftlicher Betrieb des Hauses nicht mehr m&#246;glich. Deshalb hat sich Kinobetreiber Frank Apel im Einvernehmen mit dem Vermieter entschlossen, den Kinobetrieb bis auf weiteres einzustellen. Die vorl&#228;ufig letzten Bilder werden am 30.12.2009 &#252;ber die Leinwand flimmern.</p>
<hr class="nextpage" /><strong>Anmerkung:</strong> Frank Apel ist nicht das erste „Opfer“ der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke. Frank Baumg&#252;rtel, der ehemalige Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Brauhaus am Waldschl&#246;&#223;chen, hat sich bereits vor einiger Zeit aus dem Areal in Richtung Schillergarten verabschiedet – offensichtlich weil ihm der Gedanke zuwider war, dort in Zukunft eine Art Autobahnrastst&#228;tte zu betreiben.</p>
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		<title>Verschanzt im Orchestergraben</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/29/verschanzt-im-orchestergraben/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 15:24:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[von Johannes Hellmich
Hat Elbflorenz auch daher seinen namentlichen Bezug zur toskanischen Metropole, weil den Dresdnern ein italienisches Temperament eigen ist, das als s&#228;chsisches Lamento um den Erhalt seiner weiten Flusslandschaft weltber&#252;hmt geworden ist? Es scheint, als liebe der Dresdner den lautstarken Protest so sehr, dass der rasche Wechsel der Streitobjekte seine Obsession eher befl&#252;gelt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">von <span class="autor">Johannes Hellmich</span></p>
<p>Hat Elbflorenz auch daher seinen namentlichen Bezug zur toskanischen Metropole, weil den Dresdnern ein italienisches Temperament eigen ist, das als s&#228;chsisches Lamento um den Erhalt seiner weiten Flusslandschaft weltber&#252;hmt geworden ist? Es scheint, als liebe der Dresdner den lautstarken Protest so sehr, dass der rasche Wechsel der Streitobjekte seine Obsession eher befl&#252;gelt und es ihm vielleicht gar nicht so schrecklich ernst damit ist, die Konflikte im Interesse aller zu l&#246;sen. Sie sind eben so, die Dresdner; unn&#246;tig, sich Gedanken zu machen &#252;ber ein angeblich vergiftetes Klima, schwere politische Grabenk&#228;mpfe und eine gespaltene Stadt.</p>
<p>Das wenigstens wollen uns Kommentatoren glauben machen, wenn von den Auseinandersetzungen um den Kulturpalast die Rede ist. Der Streit um E- und U-Musik ist ihnen der Beweis f&#252;r ein v&#246;llig normales Ringen um beste Konzepte wie &#252;berall auf der Welt. Cholerisches Aufbrausen der Kontrahenten wird gedeutet als ebenso berechnende wie theatralische Versuche, sich bei einer im Grunde wohlmeinenden Landesregierung Geh&#246;r zu verschaffen. Gro&#223;e Operette mit versp&#228;tetem Applaus. So sei das. Immer. Wirklich?</p>
<p>Das Welterbe war noch nicht aberkannt, da hatte die Dresdner SPD eine Unterschriftensammlung ins Leben gerufen, die den Willen der B&#252;rgerschaft nach Erhalt des Kulturpalastes als Multifunktionsgeb&#228;ude b&#252;ndeln sollte. Der &#252;berdimensionierte Umbau drohte aus einer Mehrzweckhalle ein exklusiv an Hochkultur ausgerichtetes Konzerthaus zu machen zugunsten eines ebenso exklusiven Besucherklientels. Wolfgang H&#228;nsch, Architekt des Kulturpalastes, nennt die Umbauentw&#252;rfe von Gerkan, Marg und Partner deshalb eine gute L&#246;sung f&#252;r eine falsch gestellte Aufgabe. Eine Affinit&#228;t der Sozialdemokraten zur Stadthalle am Altmarkt war bis dahin nicht unbedingt aufgefallen. Trotzdem schien es aussichtsreich, sich im Vorfeld der Kommunalwahlen des vermeintlichen Reizthemas anzunehmen und sich so vom ewigen, scheinbar verlorenen Br&#252;ckenstreit abzusetzen.</p>
<p>Die Nutzungsvielfalt des Kulturpalastes ist bis heute ein Erfolgsmodell. Noch immer ist er ein herausgehobener Ort Dresdner Aufbauidentit&#228;t; kann er als einer der wenigen gegl&#252;ckten einheitssozialistischen Versuche gesehen werden, kulturpolitische Vision, architektonischen Anspruch und st&#228;dtebauliche Gegebenheiten klug zu verbinden. Das macht diese Begegnungsst&#228;tte allerdings auch per se zum &#196;rgernis einer verfehlten postsozialistischen Stadtplanung, die gestalterische Impotenz in gleicher Weise wie ihre Vorg&#228;nger durch Ideologie ersetzt und nicht nur in Dresden Urbanit&#228;t durch Uniformit&#228;t und Gleichschaltung beseitigt.</p>
<p>Dass Konflikte in Dresden heftiger als anderswo ausgetragen werden, liegt weniger an der Streitlust der Einwohner, sondern vor allem an der hohen Konzentration der Zutaten f&#252;r diese Auseinandersetzungen: F&#246;rdermittelsteuerung oder -verweigerung, ein entm&#252;ndigter Denkmalschutz, Desinformation &#252;ber Kosten, vollendete Tatsachen, machtpolitische Profilierungssucht, eingestandene fachliche Inkompetenz (Marx) und k&#252;nstlicher Handlungsdruck durch Verschleppung notwendiger Sanierungen. Die Albertbr&#252;cke l&#228;sst gr&#252;&#223;en. F&#252;r die Union ist diese Vorgehensweise offenbar zum politischen Arbeitsprinzip geworden. Und doch gibt es beim Streit um den „Kulti f&#252;r alle“ auch einige Unterschiede. Der Frontverlauf blieb gerade hier lange undeutlich; gut und b&#246;se, wahr und falsch lassen sich noch heute kaum zuordnen. Auch wenn die formulierten Partikularinteressen der Beteiligten diesmal auf beiden Seiten berechtigt und plausibel scheinen, wird eines inzwischen klar: Es geht beim Streit um den Kulturpalast-Umbau und der Frage eines zus&#228;tzlichen Konzerthauses nicht um Anliegen der Mehrheit der Dresdner. Es geht nicht einmal um Kultur. Kulturelle Einrichtungen wie Staatsoperette oder Musikfestspiele k&#228;mpfen mit Gehaltsverzicht, Etatk&#252;rzungen oder bleiben ganz auf der Strecke. Staatskapelle und Philharmonie sind zuallererst Standortfaktoren wie Striezelmarkt und Frauenkirche. Im Kern werden &#246;konomische Entscheidungen gesucht und getroffen.</p>
<p>Der Streit um den Kulturpalast zeigt aber auch eines deutlich: Die Interessenlage einer Mehrheit in dieser Stadt findet nur dann Ber&#252;cksichtigung, wenn sie mit den Positionen der Stadtverwaltung und der Landesregierung &#252;bereinstimmt. Da, wo nicht einmal ausgemacht ist, ob eine Dresdner Majorit&#228;t auf dem Erhalt der U-Musik im Stadtzentrum besteht oder einem Umzug bereitwillig folgt, wird gar nicht erst gefragt. Ver&#228;nderungsbereitschaft ist in der B&#252;rgerschaft sehr wohl vorhanden, da wo ehrlich argumentiert wird. Nicht jeder Roland-Kaiser-Fan wird einen Umzug in die Messe ablehnen. Das macht die Sozialdemokraten in diesem Konflikt erneut zu Verlierern. Die Union setzt sich ein weiteres Mal durch, unn&#246;tig sekundiert von den Gr&#252;nen, deren Taktieren gleichfalls wenig aufrichtig wirkt. Der Kulti als Testfall f&#252;r Schwarz-Gr&#252;n? Vor allem f&#252;r die &#214;kodemokraten eine riskante Angelegenheit: B&#252;rgerliche W&#228;hler, die sie unterst&#252;tzen, tun das gerade weil sie eine Alternative zur Union suchen. Selbst vorgebliche Haushaltsdisziplin k&#246;nnte den Gr&#252;nen noch auf die F&#252;&#223;e fallen: Eine defizit&#228;re Klassikausrichtung nach dem Umbau kann kaum die Zustimmung der B&#252;rger finden.</p>
<p>Im Schatten der hochgejazzten Diskussion um den Kulturpalast gibt es von der K&#246;nigsbr&#252;cker Stra&#223;e bis zum B&#252;rgerradio Coloradio genug Baustellen. Die Frage der Ausrichtung kultureller Begegnung in der Innenstadt f&#252;gt sich ein in die Frage nach der geistig-kulturellen Identit&#228;t Dresdens. Diese nach zwei Diktaturen und 20-j&#228;hriger Unionsherrschaft versch&#252;ttete, immer wieder aufkeimende und freigelegte, in vielen unbeachteten Nischen sich ausbreitende, stets aber auch fragile Identit&#228;t ist eine des Tastens und Suchens. Sie braucht den behutsamen, zweckfreien Umgang mit eigener Tradition genauso wie die &#214;ffnung zur Welt aus Neugier heraus und jenseits kommerziellen Verwertungsdenkens. Dass die Landschaft am Fluss Teil eines weltweit gesch&#228;tzten Kulturguts wurde, war ein elementar wichtiger Schritt auf diesem Weg zur Selbstfindung.</p>
<p>Die Zerst&#246;rung der Elbwiesen hat diese Entwicklung abrupt beendet. Die eingezogenen Korsettstangen des Stahlkolosses am Waldschl&#246;sschen bringen nicht mehr Beweglichkeit, sondern fixieren eine Bedarfst&#228;uschung der B&#252;rgerschaft, die daf&#252;r ihr Einverst&#228;ndnis gab. Eine zweite Chance, den Schaden zu korrigieren, erhielt sie nicht mehr. Als Zeugnis einer seelenlosen, autogerechten Stadt wird diese Lebensl&#252;ge der Alternativlosigkeit bei allen weiteren Konflikten mitschwingen; in jedem Wiedergutmachungsversuch der Union, in jeder Beschwichtigungsma&#223;nahme. Alle weitere Kommunalpolitik tr&#228;gt den Geruch der Manipulation.</p>
<p>F&#252;r das Wohl Dresdens und den inneren Frieden ist es nicht entscheidend, wie der Kulturpalast aussehen wird. Ob wir einen vern&#252;nftigen Kompromiss am Waldschl&#246;sschen erreichen, bestimmt das k&#252;nftige Miteinander.</p>
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		<title>Erst denken, dann reden!</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/26/erst-denken-dann-reden/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 09:51:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[ein Zwischenruf von
Eduard Zetera
Der Dresdner FDP ist mit dem Weggang von Jan M&#252;cke ein begnadeter Lautsprecher abhanden gekommen. Das eigentlich tragische daran scheint jedoch, dass sich nun Holger Zastrow berufen f&#252;hlt, die so entstandene L&#252;cke zu f&#252;llen. Mit seiner j&#252;ngsten Forderung, die Bautzner Stra&#223;e vierspurig auszubauen, beweist er, dass er es zwar versteht, sich verbal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">ein Zwischenruf von<br />
<span class="autor">Eduard Zetera</span></p>
<p>Der Dresdner FDP ist mit dem Weggang von Jan M&#252;cke ein begnadeter Lautsprecher abhanden gekommen. Das eigentlich tragische daran scheint jedoch, dass sich nun Holger Zastrow berufen f&#252;hlt, die so entstandene L&#252;cke zu f&#252;llen. Mit seiner j&#252;ngsten Forderung, die <a href="http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/25/bautzner-strasse-vierspurig/">Bautzner Stra&#223;e vierspurig</a> auszubauen, beweist er, dass er es zwar versteht, sich verbal (und im &#252;bertragenen Sinne) gro&#223;spurig zu &#228;u&#223;ern, liefert aber zugleich den Beleg f&#252;r einen geradezu mitleiderregenden Mangel an Sachverstand.</p>
<p>Zun&#228;chst muss man einmal zur Kenntnis nehmen, dass die Bautzner Stra&#223;e bereits vierspurig ausgebaut ist – allerdings, und das darf als Einschr&#228;nkung gelten, ist sie das nur, wenn man die Stra&#223;enbahngleise &#252;berf&#228;hrt. Wenn denn Holger Zastrow die Bautzner Stra&#223;e nun gern noch vierspuriger haben m&#246;chte als sie ohnehin schon ist, dann kann das nur meinen, dass die Stra&#223;enbahn ein eigenes Gleisbett bekommen soll. Das braucht nat&#252;rlich seinen Platz. Und der ist schlicht nicht da. Um das festzustellen, sollte Holger Zastrow einfach mal aus dem Fenster gucken, wenn er das n&#228;chste mal (vermutlich mit einem Auto) in seine Parteizentrale auf der Radeberger Stra&#223;e f&#228;hrt.</p>
<p>Oder er macht es sich noch einfacher: Er schaut sich die Bautzner Stra&#223;e in Google Maps an. Dann wird er feststellen, dass es z.B. <a target="_blank" href="http://www.google.de/maps?ll=51.06368,13.759931&amp;t=k&amp;z=18">in H&#246;he der Einm&#252;ndung der Wolfsgasse</a>, schr&#228;g gegen&#252;ber von Pfunds Molkerei, ziemlich eng zugeht. Vergleicht man den dort verf&#252;gbaren Raum mit einem bekannten vierspurigen Stra&#223;enst&#252;ck mit eigenen Stra&#223;enbahngleisen, z.B. mit dem <a target="_blank" href="http://www.google.de/maps?ll=51.05387,13.747222&amp;t=k&amp;z=18">s&#252;dlichen Ende der Carolabr&#252;cke</a>, dann ergibt sich das untenstehende Bild (der linke Teil der Abbildung mit dem Abschnitt der Carolabr&#252;cke ist um 90° gedreht):</p>
<p><img src="http://www.elbtunnel-dresden.de/wp-content/uploads/2009/11/strassenbreite.jpg" alt="strassenbreite.jpg" /></p>
<p>Was lernen wir daraus? Holger Zastrow will Pfunds Molkerei abrei&#223;en lassen, um Platz f&#252;r den Stra&#223;enbau zu bekommen!</p>
<p>Wir fragen uns verst&#246;rt: Ist es das, was die FDP unter „Bauen mit Seele“ versteht?</p>
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		<item>
		<title>Bautzner Stra&#223;e vierspurig</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/25/bautzner-strasse-vierspurig/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 22:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[von Tobias Friedh&#246;fler
In der S&#228;chsische Zeitung vom 25.11.2009 lesen wir unter der &#220;berschrift „FDP fordert Ausbau der Bautzner Stra&#223;e mit vier Spuren“:
Die Dresdner FDP fordert den vierspurigen Ausbau der Bautzner Stra&#223;e zwischen Glacis- und J&#228;gerstra&#223;e. „Der von der Stadt vorgelegte Plan f&#252;r einen vierspurigen Ausbau der Bautzner Stra&#223;e mit einer &#252;berbreiten Hauptspur ist die Variante, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">von <span class="autor">Tobias Friedh&#246;fler</span></p>
<p>In der S&#228;chsische Zeitung vom 25.11.2009 lesen wir unter der &#220;berschrift „FDP fordert Ausbau der Bautzner Stra&#223;e mit vier Spuren“:</p>
<blockquote><p>Die Dresdner FDP fordert den vierspurigen Ausbau der Bautzner Stra&#223;e zwischen Glacis- und J&#228;gerstra&#223;e. „Der von der Stadt vorgelegte Plan f&#252;r einen vierspurigen Ausbau der Bautzner Stra&#223;e mit einer &#252;berbreiten Hauptspur ist die Variante, die allen Verkehrsteilnehmern noch am besten gerecht wird und ein guter Kompromiss“, sagt FDP-Fraktionschef Holger Zastrow. „Ein zweispuriger Ausbau und die damit verbundene Kapazit&#228;tsverringerung ist mit uns nicht zu machen. F&#252;r uns kommt nur ein autogerechter Ausbau der Bautzner Stra&#223;e, ohne k&#252;nstliche Staufallen infrage.“ Der Bau separater Radwege sei aufgrund der geringen Gesamtfahrbahnbreite illusorisch. „Da mit dem rechtselbischen Radweg in unmittelbarer N&#228;he eine sichere und komfortable Alternative zur Verf&#252;gung steht, halten wir dies ohnehin f&#252;r unn&#246;tig.“ Gr&#252;ne, SPD und Linke sprechen sich dagegen f&#252;r eine L&#246;sung mit zwei Spuren aus.</p></blockquote>
<p>Holger Zastrow von der FDP kann man f&#252;r seine klaren Worte nur dankbar sein: „autogerechter Ausbau“ – zu nichts anderem ist seine Fraktion willig und f&#228;hig. „Bauen mit Seele“, „mehr Gr&#252;n“ – daf&#252;r warben FDP und CDU zur Kommunalwahl.</p>
<p>Jetzt ist nur ein „autogerechter Ausbau“ der Bautzner Stra&#223;e das Ziel ihrer r&#252;ckw&#228;rtsgewandten Politik. Die Kastanienallee entlang der Bautzner Stra&#223;e m&#252;sste komplett abgeholzt werden, der Charakter des Viertels w&#228;re nach den brutalen Kahlschl&#228;gen entlang der Stauffenbergallee, der Waldschl&#246;&#223;chenstra&#223;e und an der Bautzner zwischen J&#228;ger- und Fischhausstra&#223;e vollends hin&#252;ber.</p>
<p>Radfahrer und Fu&#223;g&#228;nger waren der vorgeschobene Grund, um bei der Elbquerung keinerlei Kompromisse mit der UNESCO zu machen. Nach „erfolgreich“ verlorenem Welterbetitel soll auf Kosten der Sch&#246;nheit der Bautzner Stra&#223;e – einer der eindr&#252;cklichsten erhaltenen deutschen Ger&#252;nderzeitalleen – und zu Lasten von Radfahrern und Fu&#223;g&#228;ngern die schnelle Fahrt mit PKWs von und in die Au&#223;enbezirke Vorrang haben. Lebensqualit&#228;t, urbanes Leben in den Innenstadtquartieren wie der Neustadt, sozial- und umweltvertr&#228;gliche Mobilit&#228;t f&#252;r alle Verkehrsteilnehmer geraten unter die R&#228;der der automobilen Lobbyisten.</p>
<p>Die W-Br&#252;cke sollte doch entlastend wirken! Warum bittesch&#246;n brauchen wir dann den vierspuriger Ausbau der Bautzner und K&#246;nigsbr&#252;cker Stra&#223;e?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hochwasserschutz mit Augenma&#223;</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/23/hochwasserschutz-mit-augenmass/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 08:21:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Termin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/23/hochwasserschutz-mit-augenmass/</guid>
		<description><![CDATA[Die regul&#228;re Monatsveranstaltung des Vereins Dresdens Erben e.V., eine weitere Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Welterbezentrum Dresden, widmet sich erneut dem Hochwasserschutz. Zu diesem Thema hat sich seit einiger Zeit eine Gruppe engagierter B&#252;rger Dresdens zusammengefunden, die sich mit Alternativen zu station&#228;ren Hochwasserschutzanlagen besch&#228;ftigt, deren Realisierungschancen und Risiken im sensiblen Elbraum diskutiert.
Geplant ist eine Vortragreihe unter dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die regul&#228;re Monatsveranstaltung des Vereins Dresdens Erben e.V., eine weitere Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Welterbezentrum Dresden, widmet sich erneut dem Hochwasserschutz. Zu diesem Thema hat sich seit einiger Zeit eine Gruppe engagierter B&#252;rger Dresdens zusammengefunden, die sich mit Alternativen zu station&#228;ren Hochwasserschutzanlagen besch&#228;ftigt, deren Realisierungschancen und Risiken im sensiblen Elbraum diskutiert.</p>
<p>Geplant ist eine Vortragreihe unter dem Titel „Hochwasserschutz mit Augenma&#223;“. Die Auftaktveranstaltung findet am <strong>25.11.2009</strong> um <strong>19:00</strong> Uhr im Fritz-L&#246;ffler-Saal des <strong>Kulturrathaus</strong>es Dresden, K&#246;nigsstra&#223;e 15, statt. Sie steht unter dem Thema: „Mobiler Hochwasserschutz in K&#246;ln. Weltweit einzigartige mobile Hochwasserschutzanlage – Ein Beispiel f&#252;r Dresden?“</p>
<p>Als Referenten haben zugesagt:</p>
<ul>
<li>Reinhard Vogt<br />
Leiter Hochwasserschutzzentrale K&#246;ln</li>
<li>Uwe H&#228;rtel<br />
stellv. Leiter Hochwasserschutzzentrale K&#246;ln</li>
<li>Dr. Stefan Dornack<br />
Referatsleiter Wasserbau,<br />
Landestalsperrenverwaltung Sachsen</li>
<li>Jens Seifert<br />
Leiter Abteilung Hochwasserschutz,<br />
Umweltamt Dresden</li>
<li>Andrea Schubert<br />
freiberufliche Diplom-Geografin</li>
</ul>
<p>Ein mobiles Schutzsystem erm&#246;glicht laut Hersteller die Erh&#246;hung von Hochwasserschutzanlagen weitestgehend ohne Ver&#228;nderung von Stadtbild, von Sicht- und Verkehrsbeziehungen zu und &#252;ber den Fluss. Es erh&#228;lt somit die Identit&#228;t und den Reiz der Stadt, sowie die Attraktivit&#228;t und Lebensqualit&#228;t der flussanliegenden Immobilien.</p>
<p>Ziel ist es, die Erfahrungen, Vorteile und Risiken mit der von der Stadt K&#246;ln eingesetzten mobilen Hochwasserschutzanlage kennen zu lernen. Zur Sprache kommen sollen in Zusammenhang damit aktuelle Hochwasserschutzvorhaben der Stadt Dresden, die Chancen und Risiken des Einsatzes vollmobiler Hochwasserschutzanlagen, die Vor- und Nachteile von individuellen Ma&#223;nahmen und schlie&#223;lich auch die Antwort auf die Frage, wie man Hochwasser effektiv vorbeugen kann.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sanierung der Albertbr&#252;cke</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/19/sanierung-der-albertbruecke/</link>
		<comments>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/19/sanierung-der-albertbruecke/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 21:29:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/19/sanierung-der-albertbruecke/</guid>
		<description><![CDATA[ein Beitrag von
Eduard Zetera
Mit einer Pressemitteilung vom 17.11.2009 informiert uns die Landeshauptstadt dar&#252;ber, dass sich der Zustand der Albertbr&#252;cke – offensichtlich v&#246;llig &#252;berraschend – stark verschlechtert hat. So hei&#223;t es:
Im Ergebnis der gesetzlich vorgeschriebenen Br&#252;ckenhauptpr&#252;fung, die f&#252;r die Albertbr&#252;cke im Juli 2009 stattfand, wurden gravierende Sch&#228;den festgestellt, die ein umgehendes Handeln erforderlich machen. Vor allem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">ein Beitrag von<br />
<span class="autor">Eduard Zetera</span></p>
<p>Mit einer <a target="_blank" href="http://www.dresden.de/de/02/035/01/2009/11/pm_074.php">Pressemitteilung vom 17.11.2009</a> informiert uns die Landeshauptstadt dar&#252;ber, dass sich der Zustand der Albertbr&#252;cke – offensichtlich v&#246;llig &#252;berraschend – stark verschlechtert hat. So hei&#223;t es:</p>
<blockquote><p>Im Ergebnis der gesetzlich vorgeschriebenen Br&#252;ckenhauptpr&#252;fung, die f&#252;r die Albertbr&#252;cke im Juli 2009 stattfand, wurden gravierende Sch&#228;den festgestellt, die ein umgehendes Handeln erforderlich machen. Vor allem die Randbereiche der Br&#252;cke sind gef&#228;hrdet. Das Gew&#246;lbe an sich ist stabil.</p></blockquote>
<p>Im Rahmen von „Sofortma&#223;nahmen“ wird es demnach bereits ab dem 23.11.2009 zu erheblichen Einschr&#228;nkungen f&#252;r den Fu&#223;g&#228;nger-, Radfahrer- und Autoverkehr kommen, weil „wegen ungen&#252;gender Verankerung der Gel&#228;nder die Absturz- und Anprallsicherheit nicht mehr gew&#228;hrleistet ist“ und „Risse in Sandsteinen und Br&#252;stungen die Gefahr bergen, dass diese in Teilen abzust&#252;rzen drohen.“</p>
<p>An der Pressemitteilung verwundert nicht nur, dass die Pr&#252;fung zwar schon im Juli stattfand, ihre Ergebnisse aber erst jetzt, im November, hektische Betriebsamkeit ausl&#246;sen, obwohl offensichtlich erhebliche Gefahren bestehen. Soviel zur st&#228;dtischen Interpretation des Terminus „umgehend“.</p>
<p>Es verwundert auch, dass durch die gesamte Vorgehensweise der Stadtverwaltung und durch Begriffe wie „Sofortma&#223;nahmen“ der Eindruck erweckt wird, dass alles k&#228;me v&#246;llig &#252;berraschend. Das jedoch ist nicht der Fall, wie die folgende Korrespondenz belegt:</p>
<p>Anfrage vom 20.10.2004<br />
von Janina Hohlblock<br />
an das Stra&#223;en- und Tiefbauamt</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>ich m&#246;chte Sie fragen, ob Sie mir einige Informationen zum Zustand der Albertbr&#252;cke mitteilen k&#246;nnen? Da ich t&#228;glich die (Salz?)Krusten unter der Br&#252;cke sowie die Absperrungen auf der Br&#252;cke sehe, m&#246;chte ich gern wissen, wie bedrohlich deren Zustand wirklich ist. Ist die Br&#252;cke noch sicher, obwohl viele Randsteine locker scheinen bzw. schon fehlen? Kann es passieren, da&#223; man die Br&#252;cke sperren mu&#223;? Sind demn&#228;chst Reparaturen n&#246;tig bzw. werden welche durchgef&#252;hrt?</p>
<p>&#220;ber eine ausf&#252;hrliche Antwort w&#252;rde ich mich sehr freuen.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en</p>
<p>Janina Hohlblock</p></blockquote>
<p>Antwort vom 27.10.2004<br />
vom Stra&#223;en- und Tiefbauamt<br />
an Janina Hohlblock</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Frau Hohlblock,</p>
<p>mit Freude habe ich Ihre Anfrage erhalten, zeigt Sie doch das Interesse der B&#252;rger an den Ingenieurbauten unserer Stadt. Wie Sie richtig beobachtet haben ist der Bauzustand der Albertbr&#252;cke schlecht. Dies ist vor allem auf die inzwischen nahezu v&#246;llig wirkungslose Dichtung zur&#252;ckzuf&#252;hren, was wiederum eine starke Durchfeuchtung und die von Ihnen beobachteten Aussinterungen und Ausbl&#252;hungen bedingt. Die Standsicherheit der Br&#252;cke wird dadurch jedoch nicht beeintr&#228;chtigt. Die Br&#252;cke wird regelm&#228;&#223;ig gepr&#252;ft und &#252;berwacht. In Anbetracht der Tatsache, dass zur Erhaltung des Bauwerkes alsbald eine grundhafte Instandsetzung erforderlich wird, werden zur Zeit nur noch die dringendsten Sicherungsma&#223;nahmen ausgef&#252;hrt. Das hei&#223;t, die Br&#252;cke wird in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden auf Hohlstellen und absturzgef&#228;hrdete Teile untersucht. Diese werden dann abgeschlagen, gesichert oder wo dies m&#246;glich ist, werden gef&#228;hrdete Bereiche abgesperrt. Dies ist zwar f&#252;r das &#228;u&#223;ere Erscheinungsbild der Br&#252;cke sehr nachteilig, aber in Anbetracht eines effizienten Einsatzes der &#246;ffentlichen Mittel unerl&#228;sslich. Zur Zeit l&#228;uft das Ausschreibungsverfahren f&#252;r die Planung der Br&#252;ckeninstandsetzung. Der Bau soll im Jahr 2006 erfolgen.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en</p>
<p>Holm Kolbe<br />
Stra&#223;en- und Tiefbauamt</p></blockquote>
<p>R&#252;ckfrage vom 27.10.2004<br />
von Janina Hohlblock<br />
an das Stra&#223;en- und Tiefbauamt</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Kolbe,</p>
<p>f&#252;r Ihre freundliche Antwort m&#246;chte ich mich herzlich bedanken. Sie schreiben, da&#223; eine Instandsetzung f&#252;r 2006 vorgesehen ist, also kann man davon ausgehen, da&#223; die bis dahin regelm&#228;&#223;ig durchzuf&#252;hrenden Sicherungsma&#223;nahmen ausreichen werden, damit jeglicher Verkehr ohne Sperrungen weiterflie&#223;t. Und wie wird dann die gro&#223;e Instandsetzung durchgef&#252;hrt? Mu&#223; daf&#252;r die Br&#252;cke zeitweilig ganz gesperrt werden oder wird die Sanierung halbseitig durchgef&#252;hrt wie bei der Marienbr&#252;cke? Und noch eine letzte Frage: Haben Sie schon eine Zusage f&#252;r die n&#246;tigen finanziellen Mittel erhalten bzw. wer mu&#223; diese Mittel bewilligen?</p>
<p>Vielen Dank!</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en</p>
<p>Janina Hohlblock</p></blockquote>
<p>R&#252;ckantwort vom 08.11.2004<br />
vom Stra&#223;en- und Tiefbauamt<br />
an Janina Hohlblock</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Frau Hohlblock,</p>
<p>f&#252;r die Instandsetzung der Albertbr&#252;cke sind die ersten Planungsphasen finanziell gesichert.</p>
<p>Im Rahmen dieser Planung werden die notwendigen Details zur Bauausf&#252;hrung erarbeitet. Erst auf dieser Grundlage ist eine Beschlussfassung zur Bereitstellung der Finanzen f&#252;r den Bau durch den Stadtrat m&#246;glich.</p>
<p>Auch die Verkehrsf&#252;hrung w&#228;hrend der Bauzeit muss zun&#228;chst planerisch untersetzt werden. Die Aufgabenstellung an die Planer lautet allerdings, m&#246;glichst &#252;ber die gesamte Bauzeit zwei Fahrspuren auf der Br&#252;cke offen zu halten, analog dem Vorgehen bei der Instandsetzung der Marienbr&#252;cke.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en</p>
<p>Holm Kolbe<br />
Stra&#223;en- und Tiefbauamt</p></blockquote>
<p>Betrachtet man diese Korrespondenz – welche dieser Tage ihren 5. Geburtstag feierte – vor dem Hintergrund der aktuellen Vorg&#228;nge um die Albertbr&#252;cke und ruft sich die Auseinandersetzungen um den Bau der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke in Erinnerung, f&#228;llt eines auf: Der Stadtverwaltung ist einerseits jedes Mittel recht, um fragw&#252;rdige Gro&#223;bauvorhaben voranzutreiben, andererseits l&#228;sst sie ganz offensichtlich zentrale Teile der bestehenden Verkehrsinfrastruktur sehenden Auges verrotten.</p>
<p>Es ist in dieser Hinsicht im &#252;brigen unerheblich, in welchem zeitlichen Zusammenhang die &#252;berf&#228;llige Sanierung der Albertbr&#252;cke zur geplanten Fertigstellung der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke steht. Die Entlastungswirkung der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke k&#246;nnte nie so gro&#223; sein, dass eine Sanierung der Albertbr&#252;cke ohne negative Auswirkungen f&#252;r den innerst&#228;dtischen Verkehr bliebe. Es fragt sich nur, ob dennoch in der &#214;ffentlichkeit der Eindruck erweckt werden soll, dass durch Verz&#246;gerungen beim Bau der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke (wodurch auch immer sie veranlasst wurden) nun die Probleme der Albertbr&#252;cke eskalieren. Genau das ist n&#228;mlich nicht der Fall: H&#228;tte man, wie im Jahr 2004 geplant, die Albertbr&#252;cke planm&#228;&#223;ig im Jahr 2006 instandgesetzt, w&#228;re es zumindest nicht zu den Beeintr&#228;chtigungen gekommen, die wir nun wegen der „Sofortma&#223;nahmen“ zus&#228;tzlich erfahren werden.</p>
<p>Die eingangs zitierte Pressemitteilung der Stadt schlie&#223;t mit dem Satz: „Erst mit der Inbetriebnahme der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke wird sich die Verkehrslage wieder entspannen.“ Das w&#228;re wohl zu erwarten. Es erscheint nur bezeichnend, dass es scheinbar k&#252;nstlich erschaffener Verkehrsprobleme bedarf, um zumindest f&#252;r den Zeitraum der Inbetriebnahme der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke die Entlastungswirkung wahrnehmbar werden zu lassen, welche ein zentrales Argument der Rechtfertigungslehre unserer Br&#252;ckenapologeten ist.</p>
<hr class="nextpage" />Anmerkung: Die Namen der Autoren der oben zitierten Schreiben haben wir ge&#228;ndert, um evtl. f&#252;r sie aus der Ver&#246;ffentlichung der Korrespondenz entstehende Nachteile zu vermeiden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hundeh&#228;ufchen</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/11/hundehaeufchen/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 20:08:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[aufgelesen von
Eduard Zetera
In der SZ vom 02.11.2009 lesen wir unter der &#220;berschrift „Welterbe kein Thema – CDU-Fraktion richtet Fokus auf Ordnung und Sauberkeit“:
Die CDU-Fraktion im Stadtrat hat sich gegen eine neuerliche Bewerbung Dresdens um einen Welterbe-Titel bei der Unesco ausgesprochen. „Wir sehen daf&#252;r im Moment keine Grundlage und w&#252;rden gegenw&#228;rtig einen neuen Antrag nicht unterst&#252;tzen“, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">aufgelesen von<br />
<span class="autor">Eduard Zetera</span></p>
<p>In der SZ vom 02.11.2009 lesen wir unter der &#220;berschrift „Welterbe kein Thema – CDU-Fraktion richtet Fokus auf Ordnung und Sauberkeit“:</p>
<blockquote><p>Die CDU-Fraktion im Stadtrat hat sich gegen eine neuerliche Bewerbung Dresdens um einen Welterbe-Titel bei der Unesco ausgesprochen. „Wir sehen daf&#252;r im Moment keine Grundlage und w&#252;rden gegenw&#228;rtig einen neuen Antrag nicht unterst&#252;tzen“, hie&#223; es im Ergebnis einer Klausurtagung, zu der Oberb&#252;rgermeisterin Helma Orosz (CDU) und die Fach-B&#252;rgermeister die Fraktion am Donnerstag und Freitag nach Kirschau in der Oberlausitz eingeladen hatte. „Der m&#246;gliche Gegenstand f&#252;r eine Bewerbung ist nicht klar und wir k&#246;nnen auch nicht den Wunsch der Dresdner nach einer erneuten sofortigen Bewerbung erkennen“, teilte die Fraktion am Sonntag mit.</p>
<p>Daf&#252;r wollen die Christdemokraten aber die „Ordnung und Sauberkeit“ in Dresden als Schwerpunktthema auf die Tagesordnung des Stadtrats heben. Die Fraktion will daf&#252;r ein „Lokales Handlungsprogramm f&#252;r Ordnung und Sauberkeit im &#246;ffentlichen Raum“ beantragen. Es gebe immer wieder B&#252;rgerbeschwerden dazu, erkl&#228;rte Fraktionssprecher Helfried Reuther. Auch die Politessen k&#246;nnten mehr zu einem ordentlichen Stadtbild beitragen. Es gehe zum Beispiel nicht an, dass die Kn&#246;llchenverteiler auf der einen Stra&#223;enseite Parks&#252;nder abstrafen, w&#228;hrend 30 Meter weiter jemand illegal Plakate aufh&#228;nge oder Graffitis an W&#228;nde schmiere und davon komme.</p></blockquote>
<p>In der gleichen Ausgabe der SZ wird diese Nachricht unter der &#220;berschrift „CDU fehlt die Vision f&#252;r eine Kulturstadt – &#252;ber die CDU, die keinen Unesco-Titel mehr will“ von Peter Ufer wie folgt kommentiert:</p>
<blockquote><p>Die CDU-Fraktion des Dresdner Stadtrates spricht klar aus, was sie will. Das muss man ihr positiv bescheinigen. Schlie&#223;lich bekennen sich die Christdemokraten eindeutig zu Ordnung und Sauberkeit in der Stadt, aber gegen den Weltkulturerbetitel der Unesco. Sie wollen ihn nicht.</p>
<p>Damit verabschiedet sich die Fraktion endg&#252;ltig von der Vision Dresdens als Weltkulturstadt. Sie k&#252;mmert sich lieber um die Beseitigung von Hundehaufen in der Neustadt. Das ist eine klare Profilierung. Kompliment. So viel Provinzialismus ist selten. Au&#223;erdem f&#228;llt die Fraktion damit der CDU-Oberb&#252;rgermeisterin Helma Orosz in den R&#252;cken, die eine erneute Bewerbung Dresdens bisher bef&#252;rwortete.</p>
<p>Nach dem Verlust des Weltkulturerbetitels im Sommer in Spanien verk&#252;ndete Orosz mit Stolz, dass die Unesco Dresden den Welterbestatus nicht endg&#252;ltig abgesprochen habe. Damit gab es Hoffnung, dass die Stadt weiterhin in der Weltliga der Kulturst&#228;dte mitspielen k&#246;nne. Das wird jetzt immer schwerer.</p>
<p>Offensichtlich hat es die CDU verpasst, sich darum zu k&#252;mmern, Kultur-Visionen f&#252;r Dresden zu entwickeln. Das ist bitter. Das Kulturprofil zeichnet Dresden aus und macht die Stadt im Wettbewerb mit anderen europ&#228;ischen St&#228;dten unverwechselbar. Wer das nicht erkennt, kennt Dresden nicht.</p></blockquote>
<p>Diesem Kommentar kann man in der Sache nur zustimmen – und trotzdem hinterl&#228;sst er beim Leser einen faden Beigeschmack: Gerade die SZ hat in der Vergangenheit all zu oft die uns&#228;glichen Einlassungen der CDU-Lokal- und -Landespolitiker, mit denen das Verh&#228;ltnis zwischen Dresden und der UNESCO systematisch besch&#228;digt wurde, unreflektiert wiedergegeben. Arroganz wurde so zu einer neuen Form von Selbstbewusstsein umgedeutet, Provinzialismus wurde in Dresden zum (Wahl-) Programm. Die SZ mag nicht der Urheber dieses Gedankenguts sein, gleichwohl hat sie es bereitwillig unter die Leute gebracht. Damit hat die SZ genau das Meinungsbild in Dresden mit geschaffen, welches die CDU aufgreift und dessen Defizite nun vom Hause Ufer beklagt werden.</p>
<p>Unsere Lokalpolitiker sind dabei, das Bild von Dresden als einer Weltkulturstadt systematisch zu demontieren. Dass sie dabei gut vorankommen, kann man inzwischen nicht nur am Verlust des Weltkulturerbetitels ablesen, sondern auch an dem Versuch, in Dresden ein Weltkulturforum zu installieren, der j&#252;ngst in einem Debakel endete. Wenn aber Herr Ufer heute dar&#252;ber Krokodilstr&#228;nen vergie&#223;t, dann ist das zuallererst eines: scheinheilig.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Seltsame Vorstellungen zu Dresden</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/10/seltsame-vorstellungen-zu-dresden/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 17:14:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[von Wilfried Hanisch
In der Zeit vom 15. Oktober erschien ein Artikel von Florian Illies, der sich mit dem m&#246;glichen Wechsel von Christian Thielemann nach Dresden befasste. Es mag ja Leute geben, die sich dadurch geschmeichelt f&#252;hlten, ich wollte es aber nicht unwidersprochen lassen und habe einen Leserbrief geschrieben der am 29. Oktober, etwas gek&#252;rzt, ver&#246;ffentlicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">von <span class="autor">Wilfried Hanisch</span></p>
<p>In der <em>Zeit</em> vom 15. Oktober erschien <a target="_blank" href="http://www.zeit.de/2009/43/01-Christian-Thielemann">ein Artikel von Florian Illies</a>, der sich mit dem m&#246;glichen Wechsel von Christian Thielemann nach Dresden befasste. Es mag ja Leute geben, die sich dadurch geschmeichelt f&#252;hlten, ich wollte es aber nicht unwidersprochen lassen und habe einen Leserbrief geschrieben der am 29. Oktober, etwas gek&#252;rzt, ver&#246;ffentlicht wurde.</p>
<p>Leider sind bei der durchaus fairen K&#252;rzung wichtige Passagen verlorengegangen. Deshalb ver&#246;ffentlichen wir <a target="_blank" href="http://tunnel.momocat.de/Quellen/Texte/20091108_Hanisch_ZumIlliesArtikel.pdf">hier die vollst&#228;ndige Fassung</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Eine kleine Bl&#252;tenlese</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/10/eine-kleine-bluetenlese/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 16:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[von Wilhelm Friedemann
Was ist normal?
Die Wochenzeitung Die Zeit m&#246;chte in der Zukunft eine spezielle Beilage f&#252;r Sachsen herausgeben. Das nimmt die S&#228;chsische Zeitung zum Anlass ein Interview mit dem Chefredakteur Giovanni di Lorenzo zu machen. Darin findet sich die folgende interessante Passage:
Giovanni di Lorenzo: Die meisten neuen Leser haben wir in den letzten Jahren unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">von <span class="autor">Wilhelm Friedemann</span></p>
<h4>Was ist normal?</h4>
<p>Die Wochenzeitung <em>Die Zeit</em> m&#246;chte in der Zukunft eine spezielle Beilage f&#252;r Sachsen herausgeben. Das nimmt die <em>S&#228;chsische Zeitung</em> zum Anlass ein <a target="_blank" href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2300642">Interview mit dem Chefredakteur Giovanni di Lorenzo</a> zu machen. Darin findet sich die folgende interessante Passage:</p>
<blockquote><p><em>Giovanni di Lorenzo</em>: Die meisten neuen Leser haben wir in den letzten Jahren unter Studenten gewonnen. Au&#223;erdem gibt es eine selbstbewusste, gut gemischte bildungsb&#252;rgerliche Schicht in Ostdeutschland, f&#252;r die wir uns nat&#252;rlich sehr interessieren.</p>
<p><em>S&#228;chsische Zeitung</em>: F&#252;r die normalen Ossis interessieren Sie sich also nicht?</p>
<p><em>Giovanni di Lorenzo</em>: Ich bitte Sie: Sie wollen doch nicht etwa sagen, dass ein gebildeter und neugieriger Mensch kein normaler Ossi sein kann!</p></blockquote>
<p>Ich habe schon immer die Vermutung gehabt, dass es einigen Dresdner Zeitungen an Achtung vor ihren Lesern fehlt. Aber so deutlich wie hier wollte ich es eigentlich nicht best&#228;tigt bekommen.</p>
<p>Man k&#246;nnte &#252;ber die Denkweise der SZ l&#228;chelnd hinwegsehen, wenn sie nicht Ausdruck eines grassierenden Minderwertigkeitskomplexes w&#228;re. M&#246;glicherweise ist der bei den Fragestellern auch berechtigt.</p>
<h4>Oh dieser Ungehorsam!</h4>
<p>Besonderes Mitleid mit Herrn Marx ist gewiss unangebracht. Da macht mir der Herr Wagner viel mehr Sorgen. Wird er doch <a target="_blank" href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2309424">in der <em>S&#228;chsischen Zeitung</em></a> so zitiert:</p>
<blockquote><p>Alt-OB Herbert Wagner nannte die Kritiker in den eigenen Reihen Aufschneider und Prahlh&#228;nse. Er verurteilte auch das Verhalten des Baub&#252;rgermeisters J&#246;rn Marx, der auf dem Parteitag nicht erschien, scharf. Die „Ungehorsamen im Amt“ d&#252;rften nicht l&#228;nger „H&#252;“ sagen und „Hott“ machen.</p></blockquote>
<p>Auch hier ist die Deutlichkeit auffallend, mit der die Musterdemokraten der CDU auf „Gehorsam“ setzen. Das ist doch eigentlich keine demokratische Kategorie!</p>
<p>Wie geht es weiter?</p>
<blockquote><p>Auch die Chefin der CDU-Stadtratsfraktion, Christa M&#252;ller, kritisierte Marx. Dessen Gesch&#228;ftsbereich brauche einen starken Chef, der jetzt mit eisernem Besen durchkehren m&#252;sse.</p></blockquote>
<p>Wenn das keine Drohung ist! Aber Gehorsam muss eben durchgesetzt werden! Wird es jetzt Haue geben? Nein:</p>
<blockquote><p>„Wir sind heute nicht mehr die Betonk&#246;pfe von einst, und das d&#252;rfen wir auch nie wieder werden“, sagte M&#252;ller. „Die CDU muss sich aber jetzt verl&#228;ssliche Partner in der Sache ins Boot holen. Daf&#252;r m&#252;ssen wir freundlicher und kompromissbereiter werden.</p></blockquote>
<p>Ob Frau M&#252;ller das gelingt? Warten wir es ab! Aber der Beton liegt immer noch in den Elbwiesen. Da k&#246;nnte sie doch zeigen, dass sie wirklich kein Betonkopf mehr ist.</p>
<p>Versuchen Sie es doch einmal Frau M&#252;ller!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Leitgedanken f&#252;r die Stadtentwicklung</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/10/leitgedanken-fuer-die-stadtentwicklung/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 09:58:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Termin]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 11.11.2009 um 19:00 Uhr findet im Fritz-L&#246;ffler-Saal des Kulturrathauses, K&#246;nigstra&#223;e 15, die Veranstaltung „Vom ‚Leid-Bild‘ zu ‚zukunftsorientierten Leitgedanken‘ f&#252;r die Stadtentwicklung“ statt.
Viele Dresdner sind angesichts leidvoller Erfahrungen mit Planungen der Vergangenheit, ob sie nun die &#214;dnis innerst&#228;dtischer Pl&#228;tze oder &#252;berdimensionierte Verkehrsprojekte betreffen, eher skeptisch. Doch gibt es gen&#252;gend planerische Vorstellungen, die aufzugreifen sich lohnt.
Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am <strong>11.11.2009</strong> um <strong>19:00</strong> Uhr findet im Fritz-L&#246;ffler-Saal des <strong>Kulturrathaus</strong>es, K&#246;nigstra&#223;e 15, die Veranstaltung „Vom ‚Leid-Bild‘ zu ‚zukunftsorientierten Leitgedanken‘ f&#252;r die Stadtentwicklung“ statt.</p>
<p>Viele Dresdner sind angesichts leidvoller Erfahrungen mit Planungen der Vergangenheit, ob sie nun die &#214;dnis innerst&#228;dtischer Pl&#228;tze oder &#252;berdimensionierte Verkehrsprojekte betreffen, eher skeptisch. Doch gibt es gen&#252;gend planerische Vorstellungen, die aufzugreifen sich lohnt.</p>
<p>Die Diskussionsgrundlage wird Prof. J&#252;rg Sulzer (Leiter des Instituts f&#252;r Stadtumbau und Stadtforschung der TU Dresden und des Kompetenzzentrums Revitalisierender St&#228;dtebau in G&#246;rlitz) bieten. Als geb&#252;rtiger Schweizer, der viele Jahre in der Stadtplanung von Bern t&#228;tig war, kann Professor Sulzer insbesondere auch &#252;ber Formen b&#252;rgerschaftlicher Teilhabe berichten, die f&#252;r eine kontinuierliche Stadtentwicklung unentbehrlich ist.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Medienskandal um K&#252;nstlerbund Dresden</title>
		<link>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/09/kunst-zensur-2/</link>
		<comments>http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/09/kunst-zensur-2/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 18:46:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/09/kunst-zensur-2/</guid>
		<description><![CDATA[Ein offener Brief
des K&#252;nstlerbund Dresden e.V.
Sehr geehrte Frau Oberb&#252;rgermeisterin!
Sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates!
Sehr geehrte Damen und Herren der Medien!
Erstmals in seiner zwanzigj&#228;hrigen Geschichte ist der K&#252;nstlerbund Dresden e.V. aufgrund durch die Boulevard-Presse erzeugten Drucks zu einer Zensur gezwungen.
Es ist die BILD-Zeitung, die im konkreten Fall mit angeblicher Emp&#246;rung Moralapostel spielt, die aber selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">Ein offener Brief<br />
des K&#252;nstlerbund Dresden e.V.</p>
<p>Sehr geehrte Frau Oberb&#252;rgermeisterin!<br />
Sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates!<br />
Sehr geehrte Damen und Herren der Medien!</p>
<p>Erstmals in seiner zwanzigj&#228;hrigen Geschichte ist der K&#252;nstlerbund Dresden e.V. aufgrund durch die Boulevard-Presse erzeugten Drucks zu einer Zensur gezwungen.</p>
<p>Es ist die BILD-Zeitung, die im konkreten Fall mit angeblicher Emp&#246;rung Moralapostel spielt, die aber selbst gen&#252;sslich die inzwischen allgemein bekannte Abbildung der K&#252;nstlerin Erika Lust in viel gr&#246;&#223;erem Stil ver&#246;ffentlicht. Dabei wird &#252;bersehen, dass der Grund des Ansto&#223;es bereits Monate lang auf anderen Homepages zu sehen war. Gleichzeitig lassen sich Stadtr&#228;te von der BILD-Zeitung instrumentalisieren und emp&#246;ren sich spontan, ohne vorher beide Seiten anzuh&#246;ren und anstatt den Journalismus der BILD-Zeitung strikt abzulehnen.</p>
<p>Der K&#252;nstlerbund Dresden ger&#228;t nun ins Kreuzfeuer, obwohl die K&#252;nstlerin und die BILD-Zeitung die eigentlichen Adressaten der Kritik sind. Hiermit bitten wir, unserer Stellungnahme dazu gr&#246;&#223;te Aufmerksamkeit zu widmen:</p>
<p>Der K&#252;nstlerbund Dresden nimmt auf die k&#252;nstlerischen Werke und Aussagen seiner Mitglieder keinen Einfluss. Es wird gebeten, Kritik an Werken von K&#252;nstler/inne/n diesen direkt vorzutragen. Als Veranstalter des offenen ateliers bietet der K&#252;nstlerbund Dresden den organisatorischen Rahmen f&#252;r die teilnehmenden K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstler. Dazu geh&#246;rt auch die bewerbende Homepage. Jede/r K&#252;nstler/in stellt sich eigenverantwortlich vor.</p>
<p>Der K&#252;nstlerbund Dresden h&#228;lt sich konsequent an das Grundrecht der Freiheit der Kunst und unterl&#228;sst jegliche Zensur. Der K&#252;nstlerbund Dresden hat kein Interesse daran, Personen und Pers&#246;nlichkeiten in schlechtes Licht zu r&#252;cken oder zu verunglimpfen. Die Beurteilung, wo das Grundrecht der k&#252;nstlerischen Freiheit aufh&#246;rt und das Grundrecht des Schutzes einer Person beginnt ist eine verfassungsrechtliche und kann vom K&#252;nstlerbund Dresden grunds&#228;tzlich nicht geleistet werden. Sie muss zwischen den Betroffenen und den K&#252;nstler/inne/n direkt – im Zweifel sogar gerichtlich – gekl&#228;rt werden.</p>
<p>Der K&#252;nstlerbund appelliert an K&#252;nstler/innen, welche Abbildungen auf die Homepage der offenen ateliers stellen und damit Unmut hervorrufen, die jeweiligen Abbildungen zu entfernen. Verweigern dies die K&#252;nstler/innen, m&#252;ssen wir bitten, dies aus den genannten Gr&#252;nden der Kunstfreiheit nicht zum Nachteil des K&#252;nstlerbundes zu bewerten, sondern die Kritik an den K&#252;nstler/inne/n zu &#252;ben und zur Findung einer L&#246;sung unmittelbar diese zu kontaktieren.</p>
<p>Der K&#252;nstlerbund Dresden e.V. lehnt in dieser Situation Beifall von Br&#252;ckengegnern ab. Gleichzeitig geben wir unserem Entsetzen dar&#252;ber Ausdruck, dass zwanzig Jahre nach bestem Wissen und Gewissen geleistete und gew&#252;rdigte Arbeit f&#252;r die K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstler dieser Stadt und f&#252;r die Stadt Dresden selbst aufgrund eines in klassischer Boulevard-Presse-Methodik dargestellten Sachverhaltes in Frage gestellt wird.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en<br />
Der Vorstand.<br />
A. Kristine Schmidt-K&#246;pf</p>
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		<title>Dresdner Stadtr&#228;tin emp&#246;rt &#252;ber Kunst-Zensur</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 18:43:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Beitrag
in sz-online.de
vom 08.11.2009
Die Dresdner Stadtr&#228;tin Ulrike Hinz sieht die DDR 20 Jahre nach dem Mauerfall quasi durch die Hintert&#252;r wieder zur&#252;ckkehren. Hintergrund ihres am Sonntag formulierten Protestes ist der Streit um ein Gem&#228;lde, auf dem K&#252;nstlerin Erika Lust die Dresdner CDU-Oberb&#252;rgermeisterin Helma Orosz nackt mit Amtskette darstellte. Titel des Bildes: „Frau Orosz wirbt f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">Ein Beitrag<br />
in <a href="http://www.sz-online.de" target="_blank">sz-online.de</a><br />
vom 08.11.2009</p>
<p>Die Dresdner Stadtr&#228;tin Ulrike Hinz sieht die DDR 20 Jahre nach dem Mauerfall quasi durch die Hintert&#252;r wieder zur&#252;ckkehren. Hintergrund ihres am Sonntag formulierten Protestes ist der Streit um ein Gem&#228;lde, auf dem K&#252;nstlerin Erika Lust die Dresdner CDU-Oberb&#252;rgermeisterin Helma Orosz nackt mit Amtskette darstellte. Titel des Bildes: „Frau Orosz wirbt f&#252;r das Welterbe“. Lust hatte so gegen die umstrittene Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke Stellung bezogen, wegen deren Bau dem Dresdner Elbtal der Welterbetitel entzogen wurde. Der Dresdner K&#252;nstlerbund hatte das Orosz-Bild von seiner Internetpr&#228;senz entfernt, weil er die Streichung &#246;ffentlicher Mittel bef&#252;rchtete.</p>
<p>„Der 20. Jahrestag der friedlichen Revolution wird in diesen Tagen bei allen Gelegenheiten in Feierstunden begangen, aber in diesem ungeheuerlichen Vorgang kehrt das alte System aus Zensur und Repression durch die Hintert&#252;r zur&#252;ck“, schrieb die parteilose Hinz, die f&#252;r die Gr&#252;nen im Stadtrat sitzt. Politik und K&#252;nstlerbund h&#228;tten der Kunststadt Dresden „mit dieser Ungeheuerlichkeit einen B&#228;rendienst erwiesen und wieder einmal gezeigt, dass Weltoffenheit zur Provinzposse zu verkommen droht“. Lust hatte Orosz im Sommer schon einmal als Domina portr&#228;tiert – Titel: „Die Auspeitschung der Rathaus-F&#252;rsten“.</p>
<hr class="nextpage" /> Webseite der K&#252;nstlerin: <a href="http://www.erika-lust.de/malerei.htm" target="_blank">www.erika-lust.de</a></p>
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		<title>Brief an Nancy Pelosi</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 08:20:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hintergrundinformation]]></category>

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		<description><![CDATA[ein Beitrag von
Johannes Hellmich
Nun also hat Angela Merkel im Kongress vor beiden Kammern gesprochen. Ein bisschen Frieden, Klima nat&#252;rlich und ganz viel Dankbarkeit. Der weite Weg, den die Kanzlerin stellvertretend f&#252;r die Ostdeutschen gegangen ist: Wer h&#228;tte je gedacht &#8230; Standing Ovations f&#252;r eine Ruckrede der Verantwortung. Wie weit tr&#228;gt sie &#252;ber den Tag hinaus?
Vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="autor">ein Beitrag von<br />
<span class="autor">Johannes Hellmich</span></p>
<p>Nun also hat Angela Merkel im Kongress vor beiden Kammern gesprochen. Ein bisschen Frieden, Klima nat&#252;rlich und ganz viel Dankbarkeit. Der weite Weg, den die Kanzlerin stellvertretend f&#252;r die Ostdeutschen gegangen ist: Wer h&#228;tte je gedacht &#8230; Standing Ovations f&#252;r eine Ruckrede der Verantwortung. Wie weit tr&#228;gt sie &#252;ber den Tag hinaus?</p>
<p>Vielleicht braucht das transatlantische Beziehungsgeflecht tats&#228;chlich von Zeit zu Zeit symbolische Best&#228;tigungen. Die Achtung der gemeinsamen humanistischen Werte, die nicht immer auch ihre politische Entsprechung findet, lebt von der Einhaltung lange erprobter Regeln und Vereinbarungen zwischen V&#246;lkern. Eine Verletzung dieser gemeinsamen Grundhaltungen hat in der Vergangenheit die Beziehungen zwischen westlichen Demokratien mehrfach empfindlich gest&#246;rt. George W. Bush hat hier einen globalen Scherbenhaufen hinterlassen. Die neue amerikanische Regierung versucht gerade intensiv, weltweit verlorengegangenes Vertrauen in gemeinsame Werte wiederzugewinnen. Mit der Missachtung der Welterbekonvention hat auch Deutschland diese Wertegemeinschaft schwer br&#252;skiert. In Sevilla waren es Amerikaner, die sich f&#252;r eine Streichung des Dresdner Elbtales aussprachen.</p>
<p>Ausgerechnet Merkels Besuch in Amerika bietet eine kleine Chance im Ringen um einen Kompromiss am Waldschl&#246;sschen und damit einer Wiedergutmachung des entstandenen Schadens. Der in den USA lebende Nobelpreistr&#228;ger G&#252;nter Blobel hat sich deshalb mit der Sprecherin des Repr&#228;sentantenhauses Nancy Pelosi in Verbindung gesetzt mit dem Ziel, von Angela Merkel Vertragstreue und Umkehr zu internationalen Standards einzufordern. Angela Merkel k&#246;nne eine Wendung schaffen und die nationale W&#252;rde Deutschlands wiederherstellen. In einem Brief an Mrs Pelosi hat Professor Blobel die Konsequenzen des Welterbekonfliktes noch einmal eindringlich dargestellt.</p>
<p>Ob sich aus dieser Initiative die von Angela Merkel lange versprochene Moderation im Welterbekonflikt entwickeln kann, ist ungewiss. Wichtig ist, die Kanzlerin immer wieder auch an ihre Zusagen zu erinnern. Treueschw&#252;re wie im Congress reichen f&#252;r die Akzeptanz der gemeinsamen Werte nicht aus. Wir ver&#246;ffentlichen <a href="http://www.elbtunnel-dresden.de/2009/11/05/chancellor-merkels-speech/">den Brief im Wortlaut</a>.</p>
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